Kryptowährung

Bitcoin-Kurs knackt Rekord: Nachfrage aus China wegen ICO-Regulierung?

Der Bitcoin-Kurs hat ein erneutes Rekordhoch erreicht. Eine drohende Regulierung von ICOs in China könnte hinter dem Bitcoin-Hoch stecken.

Bitcoins

© Tom Stepanov / shutterstock.com

Bitcoin erreicht erneut einen Rekord-Kurs.

Der Bitcoin-Kurs erreichte vergangenen Dienstag ein erneutes Rekordhoch von 4.649 US-Dollar (über 3.800 Euro). Damit übertrumpft der Bitcoin seinen alten Rekord von 4.500 Dollar.

Für den rasanten Anstieg im ganzen Verlauf des Jahres sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend. Seit Jahresbeginn 2017 hat die Bitcoin-Nachfrage aus Ländern wie Japan und China erheblich zugenommen. Japan ließ Bitcoin als Zahlungsmittel zu und in China benutzen viele Menschen die Kryptowährung, um ihr Vermögen unabhängig vom Yuan und somit vom Staat zu machen.

Für das jetzige Hoch ist jedoch - neben erneuten Raketentests in Nordkorea, die Menschen Angst um ihr Geld haben lassen - wahrscheinlich etwas anderes der Grund. China begünstigte den Kurs von Bitcoin womöglich, weil der Staat eine Regulierung von ICO-Startups durchsetzen könnte, wie der Business Insider berichtet.

Das verunsichert Investoren, was sich wiederum auf den Kurs der wichtigsten, chinesischen Kryptowährung Neo negativ auswirkte. Auch andere Alternativen zum Bitcoin mussten leiden. So etwa aufstrebende, ehemalige ICOs mit eigenen Kryptowährungen wie etwa ADX oder QTUM, die ob der Unsicherheit tagelang stagnieren.

Der Wert von Neo fiel von circa 38 US-Dollar, wie die Zahlen von Marketcap zeigen, innerhalb nur eines Tages auf einen Tiefstand von rund 30,70 US-Dollar. Zwischenzeitlich schien sich der Kurs erholen zu können, der Abwärtstrend ist jedoch weiterhin sichtbar. Die Vermutung liegt nahe, dass viele Nutzer ihre Einheiten von Neo und anderen Währungen in Bitcoin tauschten und somit den Kurs ankurbelten.

Lesetipp: Bitcoin, Ethereum und Co - Kryptowährungen erklärt

Bei einem ICO (Initial Coin Offering) geht es um den Verkauf sogenannter Token zur Finanzierung von Startups. Im Endeffekt funktionieren Token wie Aktien, deren Funktion je nach ICO variiert. Die chinesische Regierung und vor allem die Banken wollen ICO-Startups regulieren, was für Investoren einen Eingriff in die Wirtschaft darstellt.

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