China vs.Kryptowährung

Bitcoin-Kurs: Kurzer Absturz wegen drohenden Mining-Regulierungen

Der Bitcoin-Kurs sackte am Montag kurzzeitig um bis zu 1.000 US-Dollar ab. Der Grund: China plant wohl erneute Regulierungsmaßnahmen gegen Kryptowährungen.

Bitcoin Kurs

© Jaruwan photo - fotolia.com

Der Bitcoin-Kurs bietet ein ständiges Auf und Ab.

Der Bitcoin-Kurs sackte auf verschiedenen Handelsbörsen am Montag kurzzeitig um bis zu 1.000 US-Dollar in die Tiefe, klettert inzwischen aber wieder zurück über die 16.000-Dollar-Marke. Schuld daran sind wohl angebliche Schritte der chinesischen Regierung gegen Bitcoin-Miner in ihrem eigenen Land. Wegen des günstigen Stroms minen in China ganze Rechenzentren die teure Kryptowährung. 

Der Bitcoin-Kurs ist davon so getroffen, weil aus China schätzungsweise zwei Drittel der gesamten Bitcoin-Mining-Rechenleistung stammen. Berichten zufolge fordern Briefe der chinesischen Behörde Miner dazu auf, ihren Stromverbrauch zu reduzieren und sich an Umweltvorschriften zu halten.

Einige Betroffene posten konkrete Dokumente auf Twitter. Deren Echtheit bestätigte inzwischen Zhang Qiubin - Mitarbeiter der chinesischen Finanzaufsichtsbehörde - gegenüber dem Quartz Magazin. Dass der Bitcoin ausgerechnet im kontrollierten China so stark vertreten ist, passt der dortigen Regierung und Zentralbank schon länger nicht. 

Nachdem Bitcoin als Zahlungsmittel verboten wurde und China 2017 auch Initial Coin Offerings regulierte, sind wohl Gewohnheit und günstiger Strom für Miner die einzigen Faktoren, um in China zu bleiben. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass Mining-Betreiber wie ViaBTC und Btc.Top laut Bloomberg langsam ihre Zelte abbrechen und das Mining in Rechenzentren der USA, Kanada und Island verlagern.

Lesetipp: Ethereum-Anleitung: Wallet erstellen, Mining-Tool einrichten und Auszahlung

Für den weiteren Verlauf des Bitcoin-Kurs bedeutet das keinesfalls einen bevorstehenden Crash oder weiteren Wertverlust. Denn die Schwierigkeit für die Berechnung von Bitcoin passt sich alle zwei Wochen an die im Kollektiv erreichte Hashingleistung an. Wenn China also tatsächlich die Schließung von Rechenzentren vorantreibt, passt sich Bitcoin den gegebenen Umständen an.

Am 6. Januar 2018 sah es für den Bitcoin noch nach einem beginnenden Höhenflug aus, doch fiel der Coin zwischendurch auf 15.900 US-Dollar pro Token. Dafür machen Ethereum, Ripple und Tron von sich reden - Altcoins, die eine Alternative oder Ergänzung zum Bitcoin sein wollen.

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