Boom bei Online-Währung

Bitcoin-Kurs überspringt die Marke von 1000 US-Dollar

Die virtuelle Bitcoin-Währung boomt. Derzeit (28.11, 10 Uhr) kann man über einen deutschen Marktplatz Bitcoins zum Kurs ab 748,00 Euro bis 1.080,00 US-Dollar kaufen. Analysten warnen: Der nächste Absturz ist vorprogrammiert.

Bitcoin: Jüngste Kursentwicklung

© Screenshot: WEKA, https://www.bitcoin.de/de

Bitcoin: Jüngste Kursentwicklung

Der Bitcoin-Goldrausch hält an und scheint sich noch zu steigern. Vermutlich denken sich viele Anleger, dass sie bei den Unsicherheiten der realen Finanzmärkte auch gleich in der virtuellen Währung spekulieren können. Darüber, wie die Online-Währung Bitcoin funktiiert und welche Risiken und Nebenwirkungen sie birgt, haben wir mehrfach berichtet.

Der derzeitige Bitcom-Hype übersteigt allerdings alle Erwartungen. Bereits der am Anfang des Monats erreichte Wert von 272 US-Dollar für ein Bitcoin wurde als "Allzeithoch" bezeichnet. Seither hat sich der Wert mehr als verdreifacht. Ein kleiner Kurs-Rückblick: Mitte 2012 stand ein Bitcoin bei etwa sieben US-Dollar und war bis Anfang 2013 auf 15 US-Dollar geklettert. Bis April stieg die Münze auf  266 US-Dollar, worauf ein enormer Absturz erfolgte.

Als Grund für den derzeitigen Kursanstieg wird die große Bitcoin-Nachfrage in China sowie die Eröffnung der ersten chinesischen Bitcoin-Börse BTC-China genannt. Diese hat inzwischen den bisherigen Spitzen-Handelsplatz, die amerikanische Mt. Gox, überholt. Auch die Nachricht des Handelsportals Amazon, man erwäge, künftig Bitcoins als Zahlungsmittel zu akzeptieren, hat der Kursentwicklung sicher nicht geschadet.

Die Kursentwicklung dürfte auch das Bitcoin-Mining beflügeln und den Hardware-Lieferanten, beispielsweise von Spezial-Mainboards für das Bitcoin-Mining, gute Umsätze bescheren. Allerdings hat diese Art der Wertschöpfung ihre Tücken: In dem Maße, wie sich die Anzahl der Hash-Keys erhöht, wird das Auffinden neuer Schlüssel aufwendiger. Je mehr Schlüssel es bereits gibt, desto länger muss gerechnet werden. So sorgt die Mathematik selber dafür, dass auch hier die Bäume nicht in den Himmel wachsen werden.

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