Südkorea will regulieren

Bitcoin: Falschmeldung über Handelsverbot lässt den Kurs purzeln

Südkorea will angeblich den Bitcoin-Handel verbieten, wie Medienberichte melden. Das ist jedoch eine Falschmeldung, die dem Bitcoin-Kurs dennoch zusetzt.

Bitcoin

© blackboard - Fotolia.com

Südkorea spricht kein Handelsverbot für den Bitcoin aus.

Der Bitcoin-Kurs fiel am Donnerstagmorgen auf fast 13.000 US-Dollar, weil Verunsicherung über die Zukunft der Kryptowährung in Südkorea herrscht. Das überträgt sich wiederum auf Investoren weltweit, die aus Panik verkaufen und den Kurs somit nach unten drücken.

Anders als viele Medienberichte unter Berufung auf Nachrichtendienste behaupten, will Südkorea den Bitcoin-Handel nicht verbieten. Passend dazu erholt sich der Kurs langsam und bewegt sich wieder im mittleren 14.000-US-Dollar-Bereich.

Was ist passiert? Laut Reuters sagte der südkoreanische Justizminister Park Sang-ki, dass ein Gesetz in Entwurf sei, das den Handel von virtuellen Währungen für illegal erklärt. Es gebe große Bedenken wegen der Kryptowährungen.

Ein Autor von Cointelegraph.com aus Südkorea entgegnet jedoch, dass das Ministry of Strategy and Finance (MSF) nicht die Ansichten des Justizministeriums teile. Das MSF sei erzürnt über den Vorstoß von Park Sang-ki.

Bitcoinist korrigiert ebenso wie Cointelegraph vorherige Berichte mit Bezug auf lokale Quellen, wonach die südkoreanische Regierung lediglich strengere Richtlinien verlangt, wenn es um persönliche Daten beim Handeln geht.

So verlangt Südkorea zum Beispiel die Abschaffung anonymer Handelskonten. Börsen sollen ihre Daten transparenter gestalten. Die Forderungen der Regierung sind vergleichbar mit Maßnahmen, die auch Deutschland für den Kryptowährungshandel eingeführt hat. 

Mit ein Auslöser für den Bitcoin-Kurssturz sind Berichte über Steuerprüfer in einigen der Top-Börsen wie Coinone, die knapp eine Milliarde US-Dollar Tagesvolumen verzeichnen. In den Geschäftsräumen suchten die Beamten eigenen Angaben zufolge nach Beweisen für Steuerhinterziehung und andere illegale Aktivitäten. Von der Regierungsmaßnahme waren ebenfalls Banken betroffen, die Kryptowährungs-Konten anbieten.

Reaktionen auf Falschmeldung

In der Nacht auf Donnerstag sorgte die Meldung über das vermeintliche Handelsverbot für einen Rutsch um fast 1.500 US-Dollar nach unten. Der Kurs fiel von etwa 14.500 auf knapp über 13.000 US-Dollar. Einem Blick auf coinmarketcap.com nach befindet sich der Kurs der Kryptowährung wieder auf dem Weg der Besserung. Wahrscheinlich wird der Kurs weiter pendeln, bis sich die Nachricht verbreitet hat, dass es kaum einen Grund zur Panik gibt.

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Litecoin-Gründer Charlie Lee kommentierte die Geschehnisse auf Twitter passend, in Bezug auf die Gerüchte um ein Verbot in China aus dem Herbst 2017. Damals wurde auch verbreitet, dass der Handel verboten werden soll. Letztendlich wurde nur das Crowdfunding mit Kryptowährungen für Startups (ICO, Initial Coin Offering) reguliert.  Sein Tweet lässt sich frei übersetzen mit: "Südkoreanische Panikmache ist die neue China-Panikmache".

Charlie Lee

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