Kryptowährungen

Bitcoin, Ethereum & Co.: Kurs-Talfahrt wegen BTC China, JP Morgan und mehr

Der Kurs von Bitcoin, Ethereum und Co. befindet sich auf Talfahrt. Gründe sind die Schließung der Bitcoin-Börse BTC China und erhöhte Skepsis - von Banken.

Bitcoin-Mining leichtgemacht: Asrock stellt die Mainboards H61 Pro BTC und H81 Pro BTC vor.

© Alfonso de Tomas - Fotolia.com

Der Bitcoin-Kurs ist nach einem Kursrekord um mehr als ein Drittel eingebrochen.

BTC China (BTCC) ist weltweit der drittgrößte Handelsplatz von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Co. Wegen Drucks seitens der chinesischen Regierung will BTCC den Tausch einstellen, andere Börsen in China sollen folgen. Dieser Ankündigung folgte ein radikaler Kurseinbruch des Bitcoins, der auch Währungen wie Ether mit nach unten zieht. Inzwischen ist ein Bitcoin nur noch rund 3.107 US-Dollar (2.525 Euro) wert. Die Währung hinter Ethereum fiel von etwa 230 innerhalb von kurzer Zeit auf 172 Euro.

Noch vor zwei Wochen lag der Bitcoin-Kurs kurz bei einem Rekord-Hoch von fast 5.000 US-Dollar (4.100 Euro). Für den rasanten Wertverlust dürfte teilweise auch der Chef der US-Bank JP Morgan, Jamie Dimon, verantwortlich sein.  Wie das Magazin Bloomberg berichtet, bezeichnete er Bitcoin als "Betrug". Er äußert sich weiter, dass die "Blase irgendwann platzen" müsse, was an den Krypto-Börsen für Unruhe sorgt, wie die aktuelle Kursentwicklung zeigt. 

Hinzu kommt, dass die chinesische Regierung und vor allem die chinesischen Banken den Bitcoin als Bedrohung betrachten. Denn die Kryptowährung wird nicht von übergeordneten Instanzen - von Banken - kontrolliert. Das hat Vor- und auch Nachteile. Für Banken hat es den Nachteil, dass sie an Bedeutung verlieren könnten.

Außerdem sei Bitcoin ein anonymes Zahlungsmittel, das Geldwäsche und den Kauf illegaler Güter ermögliche, ohne Spuren zu hinterlassen und die Strafverfolgung erheblich erschwere. Zudem unterliege der Kurs erheblichen Schwankungen, was die Währung zu einem risikoreichen Investment mache. Wie BTC China twittert, stellt der Handelsplatz den Tausch am 30. September ein.

Bitcoin & Co.: Kritik von Banken keine Überraschung

Der Vorteil des Bitcoin ist unter anderem der weltweite, unmittelbare Zugriff auf das Konto, sofern eine Internetverbindung möglich ist. Ein weiteres Plus ist offensichtlich: Banken haben bei Kryptowährungen keine Gewalt mehr über Privatvermögen. Damit hätten Anleger eine Alternative und müssten ihr Vermögen nicht mehr Geldinstituten anvertrauen.

Lesetipp: Mining Tutorial für Ethereum

Aktuell rauscht der Bitcoin-Kurs in ein Tief, doch sehen das laut dem Cointelegraph einige Industrielle als Gewinn. Denn so verliere die chinesische Zentralbank endgültig ihren Einfluss auf die Kryptowährung. Auch Posts auf Twitter, wie etwa folgender macht Bitcoin-Anlegern Mut. Mit "Bekommt keine Panik, wir fliegen wieder" raten erfahrene Nutzer, Bitcoin zu behalten, denn der Wert werde wieder steigen.

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