Auszeichnung für Datenkraken

Big Brother Awards 2013 gehen an Apple, Google, Post und mehr

Mit den Big Brother Awards 2013 wurden jüngst Negativpreise für Firmen vergeben, die in Sachen Datenschutz und Privatsphäre besonders schlecht abschneiden. Gewinner sind unter anderem: Apple, Google, die Deutsche Post und die Bundespolizei.

Big Brother Awards 2013 vergeben: Die Gewinner des Negativpreises stehen fest.

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Big Brother Awards 2013 vergeben: Die Gewinner des Negativpreises stehen fest.

Die Gewinner der Big Brother Awards 2013 stehen seit dem 12. April 2013 fest. Der Negativpreis des Bielefelder Vereins "digitalcourage" zeichnet Firmen aus, die sich in verschiedenen Kategorien als besonders lax im Umgang mit Privatsphäre oder als besonders offen bei der Weitergabe persönlicher Daten erwiesen haben. 2011 gewann beispielsweise Facebook in der Kategorie Kommunikation. "Preisverdächtig" war die "gezielte Ausforschung von Menschen und ihrer persönlichen Beziehungen hinter der [...] Fassade eines Gratis-Angebots", hieß es in der Begründung.

Dieses Jahr, zu den Big Brother Awards 2013, stechen die beiden Gewinner in den Kategorien "Arbeitswelt" und "Globales Datensammeln" heraus. Im erstgenannten Bereich hat sich Apple Retail Germany GmbH in München den ersten Platz geholt. Die Firma betreibt die App-Stores in Deutschland. Die Mitarbeiter sollen sich rund um die Uhr und an jedem Ort des Geschäfts unter Videoüberwachung befinden: selbst in Pausenräumen. Wie die Verantwortlichen des Big Brother Awards schreiben, zeige sich die Firma "uneinsichtig". Lediglich der Hinweis auf eine Kameraüberwachung wurde sichtbarer platziert: von Fuß- "auf Hüfthöhe".

In der Kategorie "Globales Datensammeln" ist die Google Inc. aus den USA ganz vorne. Die Suchmaschine und andere Dienste seien lediglich ein Deckmantel, um Echtzeit-Daten zu sammeln und daraus Profit zu schlagen. Google würde Monopol-Stellungen ausnutzen und europäisches Recht missachten, um "die technokratische Ideologie eines allwissenden Supercomputers voranzutreiben, der besser weiß, was Menschen wollen als sie selbst".

Darüber hinaus holt sich die Deutsche Post Adress GmbH und Co KG in der Kategorie Wirtschaft einen Award. Die Firma sammle Daten von Kunden, gleich ob off- oder online, und verkaufe die aktuellen Adressdaten-Bestände weiter. Auch die Bundespolizei holt sich einen Award, und zwar den in der Kategorie "Behörden und Verwaltung". Die Bundespolizei agiere nicht korrekt, da sie via "racial-" oder "ethnic profiling" gezielt Ausländer aus Menschenmengen zur Kontrolle heraus beten würde. Das Verhalten der Probanden sei dabei zweitrangig. Weitere Preisträger und Hintergründe gibt es auf der Webseite zum Big Brother Award 2013.

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