Cyberkriminalität

Betrug bei der Online-Vermietung von Ferienunterkünften

Wer online eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus mietet, kann Opfer krimineller Machenschaften werden. Betrüger vermieten Objekte, die ihnen nicht gehören oder die gar nicht existieren.

Betrug bei der Online-Vermietung

© ThreatMetrix

Betrug bei der Online-Vermietung

Den Urlaub in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus zu verbringen ist eine feine Sache. Verschiedene Websites bieten Ferienunterkünfte zur Vermietung an. Doch bei der Online-Buchung lauern von Abzockern aufgestellte Fallen. Urlauber sollten sich daher vorab über die Seriosität eines Anbieters informieren. Das Sicherheitsunternehmen ThreatMetrix hat einige Tipps zusammen gestellt, mit denen der Urlaub nicht zum Albtraum werden sollte.

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Typische Fallen betrügerischer Anbieter beginnen bei falschen Angaben zum Objekt - es existiert gar nicht oder gehört nicht demjenigen, der es bewirbt. Zum Teil haben die Online-Kriminellen das Mail-Konto des rechtmäßigen Besitzers gehackt und geben sich als dieser aus. Zahlungen sollen direkt an den (vermeintlichen) Besitzer erfolgen, sodass die Betrüger eine Anzahlung per Überweisung ergaunern können. Zuweilen werden Internet-Nutzer nach anfänglicher Korrespondenz mit der echten Website unbemerkt auf eine gefälschte Seite mit  betrügerischen Angeboten umgeleitet.

Betrüger nehmen auch gerne Mehrfachbuchungen für den selben Zeitraum an, kassieren die Anzahlungen und teilen den Mietern dann mit, das Objekt sei nicht mehr verfügbar. Die Anzahlung behalten sie dennoch, ebenso wie bei einer kurzfristigen Stornierung durch den Anbieter.

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Auch Phishing gehört zum Repertoire: Mieter sollen als Sicherheit ihre Bankverbindung angeben. Oft sind unseriöse Angebote auch schlicht zu gut, um wahr zu sein.

Seriöse Web-Portale für Ferienunterkünfte ermöglichen es, Vermietern ihre Ferienwohnungen oder -häuser im Internet anzubieten, ohne selbst einen Web-Auftritt mit Buchungssystem pflegen zu müssen. Sie vermitteln zwischen Anbietern und Urlaubern, wickeln oft nicht nur die Buchung, sondern auch den Zahlungsverkehr ab. Sie bieten denen, die ein Urlaubsquartier suchen, sichere Zahlungsmöglichkeiten, prüfen Ferienunterkünfte und deren Anbieter, setzen eine Anti-Betrugs-Software ein und bieten Versicherungsschutz an.

Urlauber sollten Anbieter auf die genannten Kriterien hin überprüfen. Auch Meinungen anderer in sozialen Netzwerken und bei Bewertungsportalen können Hinweise liefern, was von einem Anbieter zu halten ist. Solche Bewertungen, vor allem positive, sind allerdings mit Vorsicht zu genießen - sie könnten gefälscht sein.

Beim Bezahlen im Internet sollten Urlauber nur auf anerkannte und seriöse Zahlungssysteme setzen. Bei Überweisungen direkt an den Vermieter gilt es, die angegebene Bankverbindung daraufhin zu überprüfen, ob Vermieter und Kontoinhaber übereinstimmen. Passt die Nationalität der Bank nicht zum Reiseziel oder ist an sich schon fragwürdig, ist Vorsicht geboten.

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