Einreiseformular

Betrüger zielen auf USA-Reisende

Wer als EU-Bürger in die USA reisen möchte, muss ein Online-Formular ausfüllen, das auf der Website des US-Heimatschutzministeriums bislang noch kostenlos bereit gestellt wird. Allerlei zweifelhafte Anbieter versuchen USA-Reisenden vorgeblich zu Diensten zu sein, führen jedoch selten Gutes im Schilde.

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© ESTA

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Für die Einreise in die USA müssen Bürger der EU im Rahmen des Visa-Waiver-Programms spätestens 72 Stunden vor Reiseantritt ein ESTA-Formular (Electronic System for Travel Authorization - elektronisches Reisegenehmigungssystem) ausfüllen. Das gibt es ausschließlich online auf einer besonderen Website des US-Heimatschutzministeriums. Bislang ist das noch kostenlos möglich. Die Gültigkeit der Registrierung beträgt zwei Jahre, unabhängig davon, wie oft man in die USA reist. Ab 8. September wird der Dienst kostenpflichtig, die Gebühr wird 14 US-Dollar betragen.  Peter Meyer berichtet im McAfee Avert Blog über dubiose Websites, die USA-Reisenden ihre Dienste im Internet anbieten. McAfee hat festgestellt, dass die meisten Suchmaschinen-Treffer, auch bezahlte Links, zu äußerst zweifelhaften Angeboten führen. McAfee hat solche Angebote untersucht und dabei drei Typen von Betrug gefunden.Typ 1 bietet gegen teils horrende Gebühren zwischen 30 und 250 US-Dollar an das Ausfüllen des ESTA-Formulars zu übernehmen. Im günstigsten Fall bekommt der Reisende immerhin seine Reisefreigabe. Da USA-Reisende sehr weit reichende Angaben zu ihrer Person machen müssen, würden solche Anbieter jedoch umfangreiche Daten über sie erhalten. Darunter wären neben Adresse und Geburtsdatum auch die Kreditkartendaten - zweifellos ein gefundenes Fressen für Online-Kriminelle. Das gilt auch für Betrüger vom Typ 2, die einfach ein vorgebliches ESTA-Formular zum Ausfüllen bereit halten. Das ist dann ein Phishing-Angriff, der zwar in dem Moment kein Geld kostet, aber noch teuer werden kann. So ist etwa vorstellbar, dass während der Reise das Haus oder die Wohnung geplündert wird und das Kreditkartenkonto noch dazu.Beim Typ 3 schließlich bieten Online-Kriminelle vorgeblich das ESTA-Formular zum Download an. Doch dabei handelt es sich tatsächlich um Malware-Dateien. Das echte Formular ist ein reines Online-Formular, das keinerlei Download erfordert und auch gar nicht herunter geladen werden kann.Alle diese Seiten ahmen das Aussehen der echten ESTA-Website nach und sind zum Teil in mehreren Sprachen ausgeführt. Doch die einzig echte ESTA-Website ist vielsprachig, einschließlich der Anleitungen. Sie ist in allen 22 Sprachen der Länder verfügbar, die am Visa-Waiver-Programm teilnehmen. Das Einreichen der Registrierung über Dritte kann zudem einen Verstoß gegen die Einreisebestimmungen darstellen und zur Verweigerung der Einreise bei der Grenzkontrolle am Flughafen in den USA führen.

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