Geheimdienst-Malware

Athena: Wikileaks enthüllt nächstes Windows-Spionage-Tool

Wikileaks veröffentlicht neue Geheim-Infos über Malware: Der von der CIA entwickelte Schädling Athena knackt jedes Windows-Betriebssystem.

Wikileaks-Logo

© Archiv

Wie Wikileaks enthüllt, kann die CIA alle Windows-Betriebssysteme ausspionieren und fernsteuern. Sämtliche Informationen zur dafür benötigten Malware Athena, inklusive einer Demo-Version, stellt Wikileaks​​ auf der Webseite zur Verfügung. Das vom amerikanischen Geheimdienst genutzte Programm Athena kann Betriebssysteme wie Windows XP, Vista, 7, 8 und auch Windows 10 infizieren. 

Mit der Malware eröffnen sich der CIA einige Einsatzmöglichkeiten, denn die Spionage-Software Athena sammelt Daten der infizierten Computer und kann diese per Fernzugriff verschicken, verändern oder löschen. Außerdem ist es durch die Malware möglich, neue Datensätze zu erstellen. Dabei nutzt die CIA eine Sicherheitslücke im Betriebssystem aus, statt sie Microsoft zu melden, damit der Computer-Hersteller sie schließen kann. Um die Antiviren-Programme zu umgehen, nutzt Athena für seine Prozesse nur den Arbeitsspeicher aus. So schlagen die Systeme keinen Alarm.

Zusammen mit Siege Technologies​ entwickelte die CIA Athena. Siege Technologies beschreibt sich selbst als Cyber Security Firma, die "offensive Cyberwar-Technologien und Methoden nutzen, um vorrausschauende Sicherheitslösungen für Versicherungen, Regierungen und andere Zielmärkte zu entwickeln".

Lesetipp: Überwachung am Arbeitsplatz

Ähnlich wie Athena nutzt die aktuell wütende Ransomware WannaCry​ eine Lücke, die ursprünglich US-amerikanischen Geheimdiensten zugänglich war. Das Einfallstor des Erpressungs-Trojaners sollte unter Verschluss bleiben, Hacker hatten den Schleier jedoch gelüftet.

We Steal Secrets - Die Wikileaks Geschichte - Trailer (Deutsch | German) | HD

Quelle: Moviepilot Trailer
2:22 min

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