Nach Nacktbilder-Hack

Zwei-Faktor-Authentifizierung soll Apple iCloud sicherer machen

iCloud-Accounts sollen mehr Sicherheit bieten. Damit sich Vorfälle wie der jüngste Datendiebstahl bei prominenten iPhone-Nutzern nicht so leicht wiederholen können, führt Apple die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein.

Zugang zu Apple iCloud

© connect

Apple will die Sicherheit seines Cloudspeicherdiensts iCloud erhöhen.

Apple macht ernst und die iCloud-Accounts erneut sicherer. Bereits kurze Zeit nachdem der Cloudspeicher des Unternehmens aufgrund des Nacktbilder-Hacks bei zahlreichen Prominenten in die Kritik geraten war, hatte Apple verbesserte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt.

Erster Schritt war die Versendung von E-Mails, mit denen ein Zugriffsversuch auf iCloud über den Webbrowser zunächst verifiziert werden muss.

Nun kommt die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung hinzu: Wollen Nutzer auf icloud.com Zugang zu ihren gespeicherten Fotos oder sonstigen Daten erhalten, müssen sie sich zusätzlich zum Passwort mit einer PIN einloggen. Dafür kann der Inhaber des iCloud-Accounts vorab festlegen, ob die PIN per SMS an eine hinterlegte Handynummer übermittelt oder auf einem dafür bestimmten Gerät generiert werden soll.

Auch für Drittanbieter-Apps, die Zugriff auf die in iCloud gespeicherten Daten erhalten sollen, aber keine Zwei-Faktor-Authentifizierung unterstützen, gibt es eine Lösung: Für diese Anwendung kann ein spezielles App-Kennwort generiert werden.

Nach Bekanntwerden des Datendiebstahls aus der iCloud hatte Apple betont, dass kein Hack und keine Sicherheitslücke in Apple-Technik die Ursache seien. Vielmehr sei es Kriminellen gelungen, die Sicherheitsfrage der Opfer korrekt zu beantworten oder ihre Zugangsdaten mittels Phishing in Erfahrung zu bringen. Zukünftig wolle man Nutzer verstärkt warnen und dazu aufrufen, von vorhandenen Sicherheitsmechanismen wie der Zwei-Faktor-Authentifizierung Gebrauch zu machen.

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