Macs, iPhones & Co.

Apple iCloud synchronisiert Fotos, Videos, Musik und mehr

Mit dem neuen Angebot iCloud synchronisiert Apple Fotos, Videos, Musik und andere Daten zwischen Macs, iPads, iPhones und dem iPod Touch. So soll der Anwender überall auf seine Daten zugreifen können, ohne sich um die Synchronisation kümmern zu müssen. In der Basisversion ist iCloud gratis.

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Anlässlich der Entwicklerkonferenz WWDC (World Wide Developers Conference) hat Firmengründer und -chef Steve Jobs das neue Angebot iCloud präsentiert, das ab Herbst 2011 verfügbar sein wird.

Im Kern soll iCloud das Synchronisieren von Daten mit Hilfe eines Macs als zentraler Schaltstelle überflüssig machen. Dazu speichern alle mit iCloud kompatiblen Anwendungen ihre Daten "in der Cloud", was technisch heißt: Auf Servern in einem von Apple betriebenen Rechenzentrum. iCloud übernimmt die Weiterleitung der eingehenden Daten auf die übrigen Geräte des Benutzers dann automatisch.

In der Praxis führt das zum Beispiel dazu, dass ein mit dem iPhone aufgenommenes Foto automatisch via Internet zu den iCloud-Servern übertragen wird. Schaltet der Nutzer später seinen Mac an, lädt dieser automatisch alle neuen, in der Wolke gespeicherten Daten des Benutzers herunter, darunter auch das Foto. Auch ein mit der Webcam des Macs aufgenommenes Foto würde mittels iCloud auf das iPhone zurückübertragen. Alle Schritte erfolgen ohne Zutun des Anwenders automatisch im Hintergrund.

Apple arbeitet derzeit daran, sein mobiles Betriebssystem iOS 5 iCloud-kompatibel zu machen. iOS 5 wird ab Herbst 2011 - zeitgleich mit dem Start von iCloud - für iPhone 3GS/4, iPad 1 und 2, iPod Touch ab der dritten Generation sowie AppleTV zur Verfügung stehen. Zudem werden die MacOS-Anwendung iTunes sowie Apples Office-Suite iWork mit den Anwendungen Pages, Numbers und Keynote mit iCloud-Funktionen ausgestattet. Neben Office-Dokumenten werden dann auch im iTunes Store gekaufte Musik, Bücher und Filme bzw. in den AppStores für iOS und Mac OS X erworbene Anwendungen über iCloud ohne Mehrkosten auf bis zu zehn Geräte eines Benutzers übertragen.

Zudem sichern mit iCloud verbundene Mobilgeräte einmal täglich von Apple als "wichtig" definierte Daten in die Cloud. Zu diesen Daten zählen gekaufte Musik, Apps und Bücher, selbst aufgenommene Fotos und Videos, Geräteeinstellungen, Anwendungsdaten, die Anordnung der Apps auf dem Homescreen, SMS und MMS sowie Klingeltöne.

Mit der Funktion iTunes Match stellt Apple eine Möglichkeit zur Verfügung, um nicht im iTunes Store erworbene Musik via iCloud bereitzustellen. Match gleicht das Musikverzeichnis des Nutzers mit den im iTunes Store verfügbaren Songs ab. Alle gefundenen Lieder stehen anschließend auf allen mit iCloud verbundenen Geräten des Nutzers als 256 kbit AAC-Dateien ohne Kopierschutz zur Verfügung.

In der Gratis-Version ist iCloud auf 5 GByte Speicher begrenzt. Hinzu kommen der Speicherplatz für die Backups der Mobilgeräte sowie Platz für bis zu 1.000 Fotos, die im so genannten Foto-Stream maximal 30 Tage lang gespeichert bleiben. Match kostet für beliebig viele Songs rund 25 US-Dollar im Jahr. Dass Match auch in Deutschland angeboten wird, steht derzeit noch nicht fest.

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Der Foto-Stream speichert bis zu 1.000 Fotos aus den letzten dreißig Tagen und wird bspw. von AppleTV angezeigt.

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