Algorithmus hilft bei Entschlüsselung alter Schriften

Antiker Code: Forscher entschlüsseln Schriften mit Computer-Algorithmus

Forscher der israelischen Ben-Gurion-Universität haben einen Computer-Algorithmus entwickelt, der bei der Entschlüsselung historischer Dokumente helfen soll, berichtete das Web-Portal Mynet.

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Bis heute ungebrochen: Der Dorabella-Chiffre in einem Brief des Komponisten Edward Elgar an Dora Penny vom 14. Juli 1897.

Forscher der israelischen Ben-Gurion-Universität haben einen Computer-Algroithmus entwickelt, der bei der Entschlüsselung historischer Dokumente helfen soll, berichtete das Online-Portal mynet am Dienstag.

Der Code basiert auf einer so genannten "Musterkennung". Dabei soll der Algorithmus unter Kombination von Bildbearbeitung, Grafik- und Geometrie-Analyse, Forschern dabei helfen, antike arabische und hebräische Texte zu entschlüsseln. Computergeschützte Entschlüsselung kommt aber auch bei "lebenden" Schriften zum Einsatz. So hatte die Fakultät "Computer & Electrical Engineering (CEE)" der Hochschule Furtwangen vor zwei Jahren ein Programm entwickelt, das Blindenschrift mit einem handelsüblichen Scanner für Sehende entschlüsseln kann. Der Scanner liest das Bild des Braillecodes ein, schreibt den Text in Klarschrift auf den Bildschirm, liest ihn vor oder vergleicht ihn mit einem Solltext. ([int:article,12840]magnus.de berichtete[/int])

Das Rennen Code-Knacker gegen Code-Erfinder

Code-Knacker liefern sich mit Code-Erfindern ein Kopf-an-Kopf-Rennen, um deren geheime Botschaften zu entziffern. Fast jedes Geheimnis wurde irgendwann entschlüsselt, und heutzutage helfen dem Analytiker PC-Tools beim Knacken. "Glhvhu Duwlnho lvw yroohu vrqghueduhu Chlfkhq", hätte Caesar seinen Vertrauten in Rom geschrieben, wenn er Angst gehabt hätte, dass Pompeius seine geheime Botschaft abfängt: "Dieser Artikel ist voller sonderbarer Zeichen". Wenn Pompeius auch nicht blöd gewesen wäre, wäre er vermutlich auf die Idee gekommen, dass der gegnerische Feldherr einfach das Alphabet um drei Buchstaben nach links verschoben hat, sodass aus A ein D etc. wird. Ähnliche Zeichenspielchen waren in der Antike bekannt und Pompeius hatte bestimmt einen erfahrenen Kryptoanalytiker in seinem Militärtross, einen Experten zum Knacken von Geheimschriften. Mit welchen Tricks und Finten Verschlüssler und Knacker arbeiten, erfahren Interessierte im Artikel [int:article,94489]'Mit Kryptoanalyse zum Erfolg'[/int] von PC-Magazin-Autor Wolf Hosbach.

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Bis heute ungebrochen: Der Dorabella-Chiffre in einem Brief des Komponisten Edward Elgar an Dora Penny vom 14. Juli 1897.

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