CES - Android auf Windows-PCs

Intel und AMD bringen Google-Betriebssystem auf den Rechner

Auf der CES zeigen Intel und AMD verschiedene Lösungen für den Parallelbetrieb von Windows und Android auf Windows-PCs. Damit verspricht man sich neue Chancen und Nutzungsmodelle.

Bluestacks Android-Emulator auf einem AMD-PC: Künftig wird die Unterstützung nativ funktionieren.

© Screenshot: WEKA, http://youtu.be/dX6ha1j7RE8

Bluestacks Android-Emulator auf einem AMD-PC: Künftig wird die Unterstützung nativ funktionieren.

Auf der CES in Las Vegas haben Intel und AMD angekündigt, Android und Windows künftig als parallel laufende Betriebssysteme zu unterstützen. Es werden dabei die Virtualisierung und der Parallelbetrieb anvisiert. Die Nutzer könnten dann ihre bevorzugten Anwendungen aus beiden Systemwelten verbinden und die beliebteste Spiele-App direkt neben Microsoft Office platzieren.

Intel kann dabei den Vorteil ausspielen, dass beide Systeme auf seinen Prozessoren lauffähig sind. Somit können die Systeme im nativen, direkten Modus laufen und haben vollen Zugriff auf die Hardware. Asus experimentiert bereits mit einem solchen Hybridgerät namens Transformer Book Duet TD300. Das 13,3-Zoll Display lässt sich bei diesem Gerät von der Tastatur trennen und als Tablet nutzen. Per Knopfdruck kann zwischen Android und Windows umgeschaltet werden. Ein 11-Zoll Gerät mit den gleichen Funktionen ist bereits angekündigt.

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AMD kann seine Android-Erfahrung in einer kompletten Virtualisierung in Windows einbringen. In Zusammenarbeit mit BlueStacks, die schon länger einen "App Player" für das Abspielen einzelner Apps unter Windows anbieten, wurde eine "vollständig virtualisierte Android-Umgebung" entwickelt. Hier läuft die gesamte Android-Oberfläche innerhalb des Windows-Desktops, auf Wunsch auch im Vollbild-Modus. Ein Vorteil dieser Lösung ist möglicherweise die Nutzung der Energiesparoptionen der AMD-APUs und der OpenGL-Treiber durch  BlueStacks.

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Auch der Zugriff auf das Windows-Dateisystem ist über die Virtualisierung gegeben, was in der Hybridlösung nicht möglich ist. Dem gegenüber hat man in der Hybridlösung den Zugriff beispielsweise auf Sensoren, GPS-Empfänger oder Bewegungsmelder, wenn welche verbaut sind.

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