Prozessormarkt

AMD zeigt Interesse an ARM-CPU

In einem Interview mit dem Magazin WIRED lies AMDs neuer Chief Technology Officer (CTO) Mark Papermaster durchblicken, es sei nicht ausgeschlossen, dass AMD zukünftig auch ARM-Prozessoren fertigen werde.

AMD zeigt Interesse an ARM-CPU

© AMD

AMD zeigt Interesse an ARM-CPU

Vielleicht liegt der Grund in der Tatsache, dass es ARM finanziell gut geht und AMD eher schlecht. Zuletzt hat man bei AMD wieder rote Zahlen geschrieben, während der britische Chiphersteller ARM in 2011 um satte 21% zulegen konnte.Mit neuem Team im Vorstand - CTO Papermaster kam von Apple, CEO Rory Read im August 2011 von Lenovo - will AMD in den nächsten Jahren neue Wege gehen. Ein erster Schritt war die Integration der ATI-Grafikchips auf den Die der CPU. Papermaster hat aber eine größere Vision: Er sieht für die nächsten Jahre eine Modularisierung der hauseigenen Chip-Produktion. Alle Komponenten sollen lego-artig steckbar werden. Für diesen Plan wären ARM-Chips eine willkommene Diversifikation. Die Briten streben weg vom Image, dass ihre Cortex-CPUs nur für Kaffeemaschinen und Smartphones taugen. ARM versucht derzeit, im Low-Power-Server-Segment Fuß zu fassen, was durchaus ein zukunftsträchtiges Marktsegment sein könnte, zumal es mit Intel direkt den Erzrivalen von ARM sowie AMD angreift. Dazu hat ARM im vergangenen Herbst sein 64-bittiges Referenzdesign ARMv8 lanciert. Damit stellt sich ARM als energiesparende Konkurrenz zu Intels Xeon-Reihe auf. Da AMD seit Jahren Erfahrung im Server-Segment hat, erscheint eine Lizenzierung sinnvoll. Beide Intel-Rivalen könnten voneinander profitieren. Analysten sehen bei ARM nicht nur die Absicht, ihr CPU-Design gegen Geld zu lizenzieren. Die Briten scheinen ebenso an Cross-Lizenzierung von Patenten  interessiert zu sein. Sollten beide Firmen sich einig werden, könnten wir ab 2014 mit ARM-basierten Server-Chips made by AMD rechnen.

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