Neue AMD-Prozessoren für Desktop-PCs und Tablets

AMD zeigt Desktop-Trinity, neue FX-CPUs und Windows-8-Tablets

AMD bringt im Oktober die Desktop-Variante von Trinity und einen neuen FX-Prozessor auf Basis des Piledriver-Cores. Zudem will sich AMD mit einem Brazos-2-Prozessor einen Teil des Markts der Windows-8-Tablets sichern.

Vishera: Der neue FX-Prozessor von AMD

© PC Magazin

Vishera: Der neue FX-Prozessor von AMD

Eine der Traditionen beim Intel Developer Forum ist, dass AMD eine Suite in einem benachbarten Hotel bucht und dort die eigenen Neuheiten präsentiert.  Nach den Mobilvarianten von Trinity bringt AMD im Oktober auch die Desktop-Versionen der neuen Fusion-Prozessoren mit zwei und vier Kernen auf den Markt. Sie basieren auf dem neuen Piledriver-Cores und enthalten eine schnellere Radeon-GPU als ihr Vorgänger Llano. Die Prozessoren benötigen mit FM2 einen neuen Sockel, ein Upgrade von Llano-FM1-Boards mit einer neuen Trinity-CPU ist nicht möglich. Die neue Plattform soll dann aber für wenigstens drei Jahre ein Update auf neuere CPUs erlauben. Die Trinity-Baureihe verwendet mit Piledriver einen weiter entwickelten Bulldozer-Core mit einer auf dem Die integrierten Radeon-HD-7000-Grafik. Die Desktop-Varianten der Dual-Core-CPUs A4 und A6, sowie der Quad-Core-Prozessoren A8 und A10 laufen dabei mit einem deutlich höheren CPU- und GPU-Takt, als die Mobile-Trinitys. AMD zeigte einen A10 mit 3,8 GHz und 800-MHz-Radeon-Grafik. Wie schon bei Llano läuft auch bei Trinity eine zusätzliche Radeon-Grafikkarte mit der integrierten Grafik im Crossfire-Modus.

Während die Desktop-Trinty-Prozessoren als Konkurrenz zu Intels Pentium-Modellen und dem Core i3 gedacht sind, soll der neue FX-Prozessor auf Piledriver-Basis dem Core i5 Konkurrenz machen. Dem Prozessor mit dem Codenamen Vishera fehlt eine integrierte Grafik, dafür kann er mit bis zu acht Cores aufwarten. AMD verspricht eine um bis zu 15 Prozent höhere Leistung gegenüber dem Bulldozer-FX. An die Rechenleistung eines Ivy Bridge Core i5 dürfte aber auch Vishera nicht heran kommen. Daher wird AMD wohl auch bei den neuen FX-Prozessoren versuchen, diese  mit einer aggressiven  Preispolitik an den Mann zu bringen.

Zuletzt zeigte AMD noch Tablets mit einer sehr sparsamen CPU aus der Brazos-Familie, die den Codenamen Hondo trägt. Sie ist primär als Konkurrenz zu Intels Atom bei den günstigeren Windows-8-Tablets gedacht und hat dem Intel-Chip eine deutlich stärkere Radeon-Grafik voraus. Im OpenGL-Benchmark Egypt, der für Windows und Android verfügbar ist, war ein von AMD mit einem Hondo-Prozessor ausgestattetes Acer-W500-Tablet auch schneller als ein Asus Transformer mit Nvidia Tegra 3. Allerdings wird die Hondo-Plattform unter Windows 8 kein Connected Standby unterstützen. Wann und von welchen Herstellern die ersten Hondo-Tablets auf den Markt kommen, war noch nicht zu erfahren.

Ein AMD-Hondo-Tablet im Vergleich zum Asus Transformer

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AMD zeigte, dass die kommende Hondo-CPU in der Grafikleistung einen Nvidia Tegra schlägt.

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