CES 2017

AMD RyZen und Vega: Update zu Mainboards, Release und mehr

Auf der CES 2017 gab AMD ein Update zu den neuen RyZen-Prozessoren und Vega-Grafikkarten. Wir haben Infos zu Mainboards und erste Leistungsvergleiche.

ARM Prozessoren

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AMD stellt neue Chips vor, die Intel und Nvidia ernsthaft Konkurrenz machen können.

Nachdem AMD RyZen mit ersten Infos enthüllte, folgen von der CES 2017 neue Details zu dedizierten Mainboards, unterstützten Schnittstellen und passenden Kühlern. Zur neuen GPU-Generation Vega bot AMD ebenso ein Update, wenngleich konkrete Fakten zu kommenden Grafikkarten, deren Erscheinungstermine und Preise (sowohl CPUs als auch GPUs) noch unter Verschluss bleiben. Spannend ist zudem eine Beobachtung von Golem, aus der sich erste Rückschlüsse auf die Leistung des „großen“ Vega-Chips Radeon Instinct MI25 lassen.

RyZen: Neue Chipsätze X370 und X300

Auf der CES hat AMD 16 neue Mainboards für RyZen​ angekündigt, die neue Chipsätze aus der Promontory-Serie beherbergen. X370 und X300 ergänzen die bereits angekündigten Chipsätze A320 und B350. Sie gehen im Zuge der CES an den Start - interessant ist das aber vorerst wohl nur für OEM-Hersteller. Die 16 Mainboards kommen von den Herstellern Asus, AsRock, BioStar, Gigabyte und MSI. RyZen beziehungsweise passende Maiboards sollen neben PCI-Express 3.0 für Grafikkarten noch USB 3.1 der zweiten Generation und M.2-Slots für NVMe-SSDs mitbringen. Zu den Unterschieden der Chipsätze ist wenig bekannt. A320 und B350 sollen für die später kommenden APU-Chips mit integrierter Grafik (Raven RIdge) gedacht sein, RyZen dürfte auf entsprechenden Boards funktionieren – mit der Einschränkung, dass die Grafikanschlüsse inaktiv sein dürften. RyZen ist ein reiner Desktop-Prozessor – wie bei Intel etwa die Xeon-Reihe.

Lesetipp: AMD stellt Ryzen und Vega vor

Wer bereits einen Kühler von der Firma BeQuiet für AMD-Prozessoren mit FM2- oder AM3-Sockel hat, darf sich auf Umrüst-Kits freuen. Diese hat der Hersteller für Modelle mit eigener Montageplatte auf der Rückseite des Boards (Backplate) angekündigt. Standardkühler nach FM2- oder AM3-Format sollen kompatibel bleiben. Entscheidende Halterungen seien mit bisherigen identisch.

Vega: Fast doppelt so schnell wie eine RX 480

Während RyZen im Fokus stand, gab es zu neuen AMD-Grafikkarten mit Vega-Architektur relativ wenig an Infos. Zum Nachfolger der Radeon RX 480 gibt es weiterhin keine Details zu Taktraten, Anzahl der Recheneinheiten, Preis oder Release-Termin. Dafür hat AMD die Architektur selbst in den Vordergrund gestellt. Wie bereits berichtet, peilt AMD mit Vega den High-End-Markt aktueller Grafikkarten an, der bislang Nvidia mit Grafikkarten ab der Geforce GTX 1070 gehört. Dafür sollen Recheneinheiten der nächsten Generation (NCU, Next-Generation Compute Unit) sorgen, die laut AMD deutliche Taktsteigerungen bei gestiegener Leistung pro Takt bieten. Entwickler sollen den neuen HBM2-Speicher (High Bandwidth Memory) effektiver nutzen können, der Stromverbrauch liege zudem gegenüber GDDR5(X) niedriger.

Wie golem.de​ beobachtet hat, ist die Leistung des neuen Grafikchips recht vielversprechend. Auf einem Testsystem lief der Ego-Shooter Doom in 4K mit Ultra-Detaileinstellungen auf rund 70 FPS. Das sei fast doppelt so schnell wie auf einem vergleichbaren System mit Radeon RX 480 und schneller als eine übertaktete Geforce GTX 1080. Die Beobachtung gibt zumindest eine erste Idee, wie es leistungsmäßig um Vega bestellt ist. Entscheidend wird sein, zu welchem Preis AMD Vega auf den Markt bringen wird. Im zweiten Quartal 2017 soll es soweit sein.

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