Kaveri-Release

AMD beginnt mit der Auslieferung der neuen Kaveri-Prozessoren

AMD liefert jetzt die ersten Exemplare der neuen Kaveri-APUs aus. Mit neuen Grafikkernen und höherer Effizienz hofft der Konzern, Desktop-Marktanteile zurückzugewinnen.

AMD liefert Prototypen der Kaveri-Chips.

© Screenshot: WEKA, amd.com

AMD liefert Prototypen der Kaveri-Chips.

AMD beginnt jetzt mit der Auslieferung seiner neuen 28-Nanometer-Prozessoren der Kaveri-Reihe. Diese benötigt den Sockel FM2+ und ist als Desktop-APU konzipiert. Die APUs verfügen über vier Steamroller-Kerne mit eigenem L2-Cache von jeweils 1 MByte sowie die Radeon-R7-Grafikeinheit.

Die jetzt lieferbaren Kaveri-APUs sind die A10-7850K für 173 Dollar und die A10-7700K für 152 Dollar. Das Spitzenmodell verfügt über 12 Kerne, acht davon gehören zur Grafikeinheit auf der Basis der Graphics-Core-Next-Architektur (GNC). Getaktet ist das Modell mit 3,7 GHz, bei Bedarf sind bis zu 4 GHz drin. Die A10-7700K verfügt über vier GPU- und sechs CPU-Kerne. Ein weiteres Modell, die A8-7600, ist angekündigt und wird mit verringertem Takt von 3,3 und 3,8 GHz laufen. Als Stromverbrauch der drei Modelle werden 95, 65 und 45 Watt angegeben.

Die Radeon-R7-Grafikeinheiten aller Modelle sind mit 720 MHz getaktet und DirectX-11.2-fähig. Sie verfügen über den AMD-eignen Unified Video Decoder. Dieser kann die Standards H.264 und VC-1 hardwarebeschleunigt dekodieren, H.264 kann auch enkodiert werden. Außerdem wird die Ultra-HD-Auflösungen und AMDs Grafikschnittstelle Mantle unterstützt, die eine weitere Leistungssteigerung verspricht, aber speziell angepasste Software benötigt.

Als besondere Vorteile der neuen APUs nennt AMD die "heterogene Systemarchitektur" (HSA), die es den CPUs und GPUs ermöglichen, zwar eng zusammenarbeiten, aber relativ unabhängig voneinander unterschiedliche Aufgaben zu übernehmen und sich gegenseitig zuzuweisen. (Parallelisierung und Serialisierung) Hierdurch soll die Rechenleistung vergrößert und der Energieaufnahme verringert werden. Neu ist auch, dass die CPUs und GPUs auf die gleichen Speicherbereiche zugreifen können - es gibt somit keinen speziellen Grafikspeicher - wodurch zahlreiche Kopiervorgänge entfallen.

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