Amazon-Streik

Weihnachtsgeschenke in Gefahr?

Amazon Streik hält an: Unterstützt von Verdi streiken an drei deutschen Standorten derzeit Mitarbeiter von Amazon für mehr Lohn. Kurz vor Weihnachten könnte dies Auswirkungen auf die Geschenke unter dem Baum haben.

Amazon-Streik! Sind Ihre Weihnachtsgeschenke in Gefahr?

© Amzon

Amazon-Streik! Sind Ihre Weihnachtsgeschenke in Gefahr?

Bessere Arbeitsbedingungen und mehr Gehalt - dafür streiken derzeit Amazon-Mitarbeiter an den Standorten Leipzig, Bad Hersfeld und Graben. Rund 1800 der insgesamt 8000 Beschäftigten des Versandhändlers haben seit Montag, den 16. Dezember, die Arbeit niedergelegt.  Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi begrüßt und unterstützt den Streik. Auch am Standort Seattle in den USA streiken Amazon-Beschäftigte, darunter zahlreiche deutsche Angestellte. Unterstützt werden die Arbeitnehmer auch vor der Firmenzentrale in Seattle von Verdi und mehreren US-Gewerkschaften.

Philip Jennings, Generalsekretär des internationalen Gewerkschaftsverbandes Uni Global Union, betonte, dass "Amazon einsehen muss, dass es sein Anti-Gewerkschafts-Modell nicht nach Europa exportieren kann. Wir fordern das Unternehmen auf, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und ein weltweites Abkommen zu unterzeichnen, das die Rechte der Arbeitnehmer an seinen internationalen Standorten garantiert". ("Amazon must realise it cannot export its anti-union labour model to European shores. We call on the company to come to the table and sign a global agreement that guarantees the rights of workers throughout its international network.")

Den Amazon-Angestellten gehe es laut Verdi nicht darum, das Weihnachtsgeschäft zu beeinträchtigen, sondern dem Konzern zu zeigen, wie wichtig die Arbeit der Beschäftigten sei. Da jedoch gerade kurz vor Weihnachten die Bestellungen bei dem Online-Versand noch einmal steigen, dürften die Streiks Amazon verstärkt Sorgen bereiten. Verdi betont außerdem, dass es sich bei den Streiks nicht um einen üblichen Tarifkonflikt handele, sondern um eine grundsätzliche Auseinandersetzung.  Dennoch ist das große Ziel die Einigung auf den Tarif des Versandhandels. Da Amazon den Konzern jedoch als Logistikunternehmen sieht, will die Geschäftsleitung nicht auf Verhandlungen eingehen.

Mehr zum Thema

Amazon gegen Disney
Vorbestellungen in USA nicht möglich

Auf Amazon.com können neue Disney-Titel auf DVD und Blu-ray derzeit nicht vorbestellt werden. Mit Maßnahmen wie diesen setzt der US-amerikanische…
Amazon Gratisversand erst ab 29 Euro
Versandkostenfreie Lieferung

Amazon hat den Mindestbestellwert für seinen Gratisversand von 20 auf 29 Euro erhöht. Bücher können weiterhin versandkostenfrei bestellt werden.
Überraschend: Nicht Google kauft die Social-Video-Plattform, sondern Amazon.
Doch keine Google-Übernahme

Überraschung bei der Twitch-Übernahme: Nicht Google kauft die Social-Video-Plattform, sondern Amazon. Überlegungen, dass Gaming-Streams ein…
Blitzangebote in der Amazon-App
Amazon Mitgliedschaft

Prime-Mitglieder sollen auf die Blitzangebote des Online-Händlers in den USA früher zugreifen können. Doch kommen die Early Access Deals auch nach…
Screenshot: Carcassonne
Gratis-App

Nur heute bietet Amazon den Spiele-Klassiker Carcassonne als kostenlose App für Android zum Download an.