Urteil gegen Amazon

Amazon-Prime-Mitglieder müssen keine Jahresgebühr zahlen

Der Button "Amazon Prime - Jetzt kostenlos testen" führte automatisch zu einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft, Amazon hatte das nicht klar angegeben. Daher kam es jetzt zu einer einstweiligen Verfügung gegen Amazon durch das Landgericht München I, nach der der Internethändler nicht mehr mit diesem Wortlaut werben dürfe. Kunden entgehen so nun der Jahresgebühr.

Urteil des LG I München: Amazon darf Prime nicht mehr mit

© Amazon

Urteil des LG I München: Amazon darf Prime nicht mehr mit "Jetzt kostenlos testen" bewerben.

Bestehende Amazon-Prime-Mitglieder müssen die Jahresgebühr von 29 Euro nicht bezahlen. Das entschied das Landgericht I München nach einer einstweiligen Verfügung des Verbraucher-Service Bayern. Amazon habe es versäumt, Kunden darauf aufmerksam zu machen, dass ein "kostenloser Test" von Amazon-Prime nach der Probezeit in eine kostenpflichtige Mitgliedschaft verwandelt wird.

Amazon Prime bietet eigentlich einen kostenfreien und schnelleren Versand vieler Artikel, die bei Amazon angeboten werden. Mit dem Button "Jetzt kostenlos testen" schlossen Kunden jedoch unwissentlich eine kostenpflichtige Mitgliedschaft ab - das kann künftig nicht mehr passieren. Derzeit ist das Urteil aber noch nicht rechtskräftig.

"Wir freuen uns, dass Amazon nun den Abschluss der Mitgliedschaft bei 'Amazon Prime' über eine Schaltfläche anzubieten hat, aus der sich eindeutig ergibt, dass die Mitgliedschaft kostenpflichtig ist", so Jochen Weisser, Jurist beim VerbraucherService Bayern. Nach den Berechnungen von Hottovy erzielt Amazon bereits ein Drittel seines operativen Gewinns durch Amazon Prime.

Für den Internetversandhändler gilt es jetzt sicherzustellen, dass bei Bestellung der Mitgliedschaft künftig eindeutig erkennbar ist, dass diese nach Ablauf des Testzeitraums kostenpflichtig ist. Daher wurden die entsprechenden Schaltflächen angepasst. Kunden, die Amazon Prime über den Button "Jetzt kostenlos testen" bestellt haben, sind nicht verpflichtet, die Jahresgebühr von 29 Euro zu bezahlen.

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