Betrugsmasche

Amazon „Kenne deinen Kunden“: Warnung vor Phishing nach Terror-Angriffen

Nach jüngsten Terror-Angriffen versuchen Phishing-Betrüger im Namen der Amazon-Aktion „Kenne deinen Kunden“-Mail erneut, Nutzerdaten abzugreifen.

Cyberkriminelle sind aktuell mit Phishing-Mails hinter Paypal-Kunden her.

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Viele E-Mails scheinen seriös, bergen jedoch Gefahren. Gerade bei vermeintlichen Mails von Amazon und Paypal müssen Sie aufpassen.

Bereits in der Vergangenheit tauchte eine vermeintliche „Kenne Deine Kunden“-Strategie von Amazon auf. Dabei handelt es sich um einen Versuch von Cyberkriminellen, im Rahmen einer Phishing-Kampagne mit Panikmache an Nutzerdaten zu gelangen. Nach den jüngsten Ereignissen in Berlin am 19. Dezember und Istanbul in der Silvesternacht tauchen entsprechende E-Mails erneut auf. Darin behaupten die Betrüger, dass Amazon wegen „steigender Terrorgefahren und erhöhten Betrugsversuchen“ ebenjene Strategie einführte.

Diese „Kenne Deine Kunden“-Strategie von Amazon beinhalte, Nutzerdaten regelmäßig abfragen und per Verifikation bestätigen zu lassen. Dabei handelt es sich jedoch nur um einen dreisten Versuch, persönliche Informationen inklusive Anmeldedaten des Nutzers abzugreifen. Die Gefahr, darauf hereinzufallen, ist ungemein hoch. Gerade unerfahrene Nutzer sind verunsichert und könnten den Phishing-Angriff ob der aktuellen Weltlage schnell zum Opfer fallen.

Der Sicherheitsblog „Mimikama.at​“ hat eine solche aktuelle Phishing-Mail inspiziert. Sie kommt zwar ohne persönliche Ansprache aus, aber das Deutsch ist fehlerfrei und ein Amazon-Logo vermittelt einen seriösen Eindruck. Erfahrene Nutzer erkennen den Phishing-Angriff im Normalfall schnell. Unternehmen würden Nutzer niemals per E-Mail nach persönlichen Daten fragen, schon gar nicht über eine externe Webseite, auf die das potenzielle Opfer über einen Link in der E-Mail gelangen soll.

Lesetipp: Phishing-Mails erkennen - so geht's

Wie der Blog herausfand, gelangt der Nutzer nach einem Klick auf ebenjenen Link auf eine präparierte Webseite. Die Adresse orientiert sich vage an der offiziellen Amazon-URL, das Layout ist dem offiziellen Anmeldebildschirm nachempfunden. Anstatt einer Verifikation Ihrer Daten jedoch geben Sie Ihre persönlichen Informationen nur direkt an die Betrüger weiter. Seien Sie bei entsprechenden E-Mails also auf der Hut – die Aktion „Kenne Deine Kunden“ gibt es nicht. Die Betrüger nutzen lediglich die aktuelle Terror-Angst aus, um in bekannter Form an sensible Nutzerdaten zu gelangen.

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