Es geht vor Gericht

Dash-Button: Verbraucherzentrale NRW verklagt Amazon

Die Verbraucherzentrale NRW will juristisch gegen Amazon vorgehen. Grund sei die Benachteiligung des Kunden beim Kauf über den Dash-Button.

Amazon Dash Button

© Amazon

Der Amazon-Alltagshelfer steht in der Kritik

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kündigte an, die Rechtmäßigkeit der Nutzungsbedingungen des Amazon Dash-Button vor Gericht klären zu lassen. Die Verbraucherschützer sehen im Dash Button verschiedene rechtliche Verstöße. So fehlt zum Beispiel auf dem Button der Hinweis, dass per Knopfdruck eine kostenpflichtige Bestellung ausgelöst wird. Dieser Hinweis ist bei Verträgen im elektronischen Geschäftsverkehr vorgeschrieben.

Außerdem fehlen für den Geschäftsverkehr wichtige Informationen wie der Preis des Produkts und die wesentlichen Produkteigenschaften. Diese müssen dem Käufer unmittelbar vor dem Kauf zugetragen werden und nicht, wie beim Kaufvorgang über den Dash-Button, nach dem Drücken des Buttons in der Amazon-App.

Auch halten es die Verbraucherschützer für unzulässig, dass Amazon sich vorbehält bei Unverfügbarkeit eines Produktes einen Ersatzartikel zu liefern, der zwar ein vergleichbares Produkt der gewählten Marke ist, aber nicht unbedingt die gleiche Füllmenge wie das gewünschte Produkt besitzt.

Nachdem Amazon nicht bereit ist, eine Unterlassungserklärung des Geschäftsgebarens abzugeben, hat sich die Verbraucherzentrale NRW sich nun dazu entschlossen vor Gericht klären zu lassen, ob der Dash-Button unter diesen Umständen weiter in Deutschland verwendet werden darf.

Was ist der Dash-Button?

Der Amazon Dash Button, der seit Ende August in Deutschland angeboten wird, ermöglicht es, per Knopfdruck Verbrauchsmaterialien wie beispielsweise Klopapier oder Waschmittel direkt aus dem Amazon-Shop zu bestellen. Die Partner von Amazon sind unter anderem Ariel, Gilette oder der Tierfutterhändler Whiskas. Welches Produkt der Marke der Kunde kauft, muss er dafür zuerst über die Amazon-App einstellen.

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