Wegen Browser-Voreinstellungen

Amazon-Webseiten ab September ohne Flash-Werbung

Amazon wird ab September keine Werbeanzeigen mehr im Flash-Format einbinden. Das geht aus den aktuellen technischen Richtlinien für Werbetreibende hervor.

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© Amazon

Auf der Amazon-Webseite wird es künftig keine Flash-Werbung mehr geben.

Nach Youtube, Twitch und weiteren Webseiten verzichtet nun auch Amazon auf Flash. Ab dem 1. September 2015 wird Amazon von Werbefirmen keine Elemente mehr akzeptieren, die den Flash Player von Adobe voraussetzen. Der Online-Versandriese wird Online-Werbung anschließend nur noch in Form von HTML und CSS beziehungsweise Videos einbinden. Das gilt für alle Webseiten von Amazon.com, die Werbeplattform Amazon Advertisting Platform (AAP) und mehr. Das geht aus den überarbeiteten technischen Richtlinien für Werbung auf Amazon hervor. Ob auch amazon.de diesem Schritt folgt, bleibt abzuwarten. In den deutschen Richtlinien (PDF) ist noch kein Update zu sehen.

Amazon begründet den Schritt damit, dass aktuell Chrome und zuvor schon Browser wie Firefox und Safari Flash-Inhalte per Grundeinstellung nicht mehr anzeigen. Ein Verzicht auf Flash führe zurück zu einer „positiven und einheitlichen Erfahrung“ für den Nutzer und einer „optimalen Performance“, da Werbeanzeigen ordentlich dargestellt würden. Amazon verschweigt an dieser Stelle, dass wahrscheinlich auch die Einnahmen zurückgehen, wenn Werbung per Voreinstellung bei vielen Nutzern nicht angezeigt wird.

Lesetipp: Flash und Java im Griff

Ebenso verliert Amazon kein Wort darüber, dass ein Verzicht auf Flash viele Sicherheitsrisiken verringert. Der Flash Player von Adobe war in der jüngeren Vergangenheit oftmals das Ziel von Cyberkriminellen, die diverse Sicherheitslücken ausgenutzt haben. Adobe musste teilweise im Wochentakt patchen und wahrscheinlich werden nicht alle Nutzer den Update-Aufforderungen gefolgt sein. Um sich mit Schädlingen zu identifizieren, mussten Nutzer nicht einmal auf dubiosen Webseiten surfen, wie bei Yahoo jüngst zu sehen war.

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