Virtuelles Shopping-Geld

Amazon führt neue Coins-Währung in Deutschland ein

Viele haben es versucht, viele sind gescheitert. Mit der neuen virtuellen Währung von Amazon, den sogenannten Coins, wollen die Betreiber schaffen, was den meisten bisher nicht gelungen ist: ein flächendeckender Einsatz mit Bits und Bytes, statt Euros.

Coins: Amazon will auf virtuelles Geld statt Euro, Dollar & Co. setzen.

© Screenshot: http://www.amazon.de/gp/feature.html/ref=zeroes_surl_c_landing?docId=1000749413; WEKA Media Publishing GmbH

Coins: Amazon will auf virtuelles Geld statt Euro, Dollar & Co. setzen.

Mit den Coins führt Amazon das neue virtuelle Geld nun auch in Deutschland ein. Die Verbreitung in den USA führte das Unternehmen bereits im Mai 2013 ein. Zu Beginn sollen die Coins nur für die Bezahlung im Play Store und dem App Store von Apple zur Verfügung stehen. Eine Eignung für In-App-Käufe ist ebenfalls vorgesehen. In naher Zukunft soll dieses System auf andere Marktbereiche ausgeweitet werden.

Die Umrechnung der Coins in Euro ist relativ einfach, und aus Sicht des Marketings sogar zu einfach. Für 5 Euro erhält man umgerechnet 500 Coins. Angebote wie 500 Coins für 4,50 Euro sollen die Käufer zur neuen Währung locken. Zu bekommen ist das "Geld" in Einheiten zwischen 500 und 10.000 Stück. Die Nutzer des Kindle-Fire-Tablets bekommen zum Start des neuen Systems eine Art virtuelles Bonbon gutgeschrieben. Sie bekommen 500 Coins geschenkt.

Angepriesen wird das Projekt mit der Darstellung einer Win-Win-Situation. Durch die Coins können die Käufer sparen. Wer das Angebot von 500 Coins für 4,50 Euro statt 5 Euro annimmt, spare 50 Cent. Amazon versichert den Unternehmen im Gegenzug, dass Sie trotz der Rabatte 70 Prozent des ursprünglichen Preises erhalten.

Für alle Nutzer, die sich mit den neuen Coins noch nicht anfreunden möchten, bleiben die herkömmlichen Zahlungsmethoden bestehen. Die Coins sollen lediglich als eine Zusatzoption beim Bezahlen der über Amazon erstandenen Ware dienen, bei der die Nutzer weniger bezahlen müssen und die Anbieter größere Gewinne machen. Um sein neues Konzept in Schwung zu bringen, bietet Amazon in seinem App-Shop einen Rabatt von bis zu zehn Prozent auf Software an.

Microsoft versuchte zuvor ebenfalls, in der Welt des virtuellen Geldes mit Microsoft-Points Fuß zu fassen, schaffte dieses System jedoch im August mit einem Update seiner Spielekonsolen wieder ab. Das für die Xbox eingeführte System hielt sich nicht lange. Die Gründe sind zurückzuführen auf die Unzufriedenheit der Nutzer. Die Umrechnung von einer Einheit auf 1,20 Euro war schwieriger als die von Amazon und bei jedem Kauf ging das Guthaben nicht genau auf. Den Restbetrag konnte man sich bei Microsoft nicht auszahlen lassen.

Lesetipp: Täglich neue Amazon-Blitzangebote

Wie dies bei Amazon aussehen wird, bleibt abzuwarten. Laut der Angaben des Unternehmens soll es zwar bisher einen Aufschwung der Coins gegeben haben, jedoch wurde dies nur mündlich versichert. Konkrete Zahlen zur Entwicklung der Währung in den USA wurden bisher nicht veröffentlicht.

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