Amazon-Filiale in Manhattan

Amazon plant ersten Brick-and-Mortar-Store

Amazon hat vor, in Manhattan einen ersten Brick-and-Mortar-Store zu eröffnen. Die Filiale soll dem Online-Händler ermöglichen, sich mit seinen Kunden künftig auch im echten Leben auszutauschen.

Amazon Logo

© Amazon

Amazon möchte seinen Kunden zukünftig auch von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten.

Amazon plant offensichtlich, demnächst in der New Yorker Innenstadt einen ersten Brick-and-Mortar-Store zu eröffnen. Amazon steht damit davor, sich nach mittlerweile 20 Jahren von seinen Wurzeln als reines Online-Warenhaus zu lösen und in Zukunft auch mit einem konventionellen Ladengeschäft auf Kundenfang zu gehen. Der genaue Eröffnungstermin steht noch nicht fest, doch glaubt man einer Meldung des "Wall Street Journal", dann soll die Filiale rechtzeitig zu den Weihnachtseinkäufen fertig werden.

Der Amazon Laden soll sich in Manhattan in der Nähe des Empire State Building befinden und Kunden die Möglichkeit bieten, ihre online bestellten Waren selbst abzuholen und so Versandgebühren zu sparen. Darüber hinaus soll es ein kleines Lagerhaus mit begrenztem Sortiment geben, dass es New Yorker Kunden ermöglicht, noch am Tag ihrer Bestellung ihre Ware zu erhalten. Auch unerwünschte Artikel können vor Ort zurückgeben werden.

Schaufläche für neue Amazon-Produkte

Weiterhin wird vermutet, dass Amazon die vorhandenen Kapazitäten des Geschäfts dazu nutzen könnte, dort den Kunden seine neuen Geräte wie das Amazon Kindle Fire HDX 8.9 oder das Amazon Fire Phone zu präsentieren. Inspiration für das Konzept soll sich Amazon in erster Linie bei der Home Retail Group geholt haben. Deren Ableger Argos gibt interessierten Ebay-Kunden seither die Möglichkeit, ihre ersteigerten Waren in einem ihrer Stores abzuholen.

Weitere Filialen im Erfolgsfall wahrscheinlich

Bisher mied man bei Amazon bewusst die finanziellen Risiken, die beim Einstieg in den Einzelhandel durch Miet-, Personal- und Verwaltungskosten entstehen können. Ob sich die neue Marschroute daher am Ende auszahlen wird, bleibt abzuwarten. Sollte sich der Kurswechsel als erfolgreich erweisen, so ist auch in anderen amerikanischen Städten mit Amazon-Filialen zu rechnen.

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