Software

Adobe stellt Photoshop und Premiere Elements 11 vor

Mit Photoshop setzt Adobe den Standard der Bildbearbeitung - mit dem abgespeckten Photoshop Elements will man vor allem Einsteiger bedienen. Nun ist Version 11 erschienen.

Photoshop Elements 11

© Adobe

Photoshop Elements 11

Besonders viele Neuerungen hat der im Mittelpunkt der Medienverwaltung stehende Organizer abbekommen, der auch im ebenfalls neu vorgestellten Premiere Elements 11 zum Einsatz kommt. Hier hat Adobe nun direkt "1-Klick-Korrekturen" integriert, wie etwa rote Augen entfernen,  Weißabgleich oder den Horizont gerade richten. Gleichzeitig beherrscht der Organizer nun weitere Videocodecs, so dass die Medienverwaltung für Videos leichter wird.

Neue Effekte

Die beiden neuen Elements-Versionen haben eine deutlich hellere Oberfläche bekommen. Bei Photoshop Elements hat man zudem einen "Easy-Assistenten" vor den normalen Editor geschaltet, der darauf abzielt alle Bedienschritte als Arbeitsablauf darzustellen.

Auch einige  Effekte sind neu. So gibt es nun einen Hi-Key und Low-Key, sowie einen Tiltshift-Effekt. Alle drei sind die derzeit wohl beliebtesten Effekte - genau genommen folgt man hier also den Modeerscheinungen. Hinzugekommen ist auch ein Comiceffekt, der für "realistischere" Umsetzung von Fotos ist Pseudo-Zeichnungen führen soll. Auch die Strichumsetzung wurde überarbeitet - und führte in der Präsentation tatsächlich zu besseren Ergebnissen.

Photoshop-Profis bekommen etwas mehr Freiheit bei den Aktionen: Man kann nun mehr Aktionen angelegt und Aktionen laden, so dass man von freien Anbietern Arbeitsabläufe laden und anwenden kann. Der Photoshop Elements beherrscht nun die Bearbeitung von 16-Bit Bildern, auch wenn das nicht für alle Filter gilt.

Videoschnitt für Einsteiger

Ganz ähnlich sieht die Tendenz bei Premiere Elements 11 aus: ein neuer Schnellmodus soll den Einstieg in den Videoschnitt leichter machen. Entsprechend steht das Thema 64-Bit Unterstützung vergleichsweise weit hinten: Die Software läuft auf 64-Bit Betriebssystemen, ist aber im Kern eine 32-Bit-Software. Auch auf eine GPU-Effektberechnung, wie sie nun bei der Konkurrenz nahezu durchgehend vorhanden ist, lässt man hier bewusst außen vor.

Dennoch verspricht Adobe schnellere Videoberechnung und, dank Render-Schaltfläche, auch auf kleinen, leistungsschwächeren Rechnern eine flüssige Vorschau. Mit der Berechnung der Vorschau setzt Adobe sehr bewusst auf eine breite Installationsbasis. Doch wer in die Breite will, kann nicht so sicher sein, dass dort die neusten Betriebssysteme und leistungsfähige Rechner im Einsatz sind.

Die Ausrichtung auf die Einsteiger zeigt auch die neue Schnellansicht, die das Storyboard ersetzt. In diesem Schnelleditor sieht man, wie in der Timeline, die Cliplängen. Ob das wirklich ein Vorteil gegenüber dem Storyboad ist bezweifeln wir, da man hier den Clipinhalt im kleinen Thumbnail eher schlechter erkennt als in der alten Storyboardansicht.

Die sogenannten "Instant-Movie-Vorlagen" können nun einzeln heruntergeladen und werden nicht mehr in einem Rutsch installiert. Neu dabei sind Vorlagen für Filme aus dem Heimbereich: für Hündchen und Kätzchen. Ideen aus Photoshop Elements hat Adobe beim Schnelleditor für Effekte übernommen: Hier zeigt Premiere Elements 11 in kleinen Vorschaubildchen Änderungsbeispiele in kleinen Vorschaubeispielen, so dass Modifikationen an Farbwerten, Schärfung oder auch künstlerische Effekte schon im Voraus beurteilt werden und mit einem Klick aufgerufen werden können.

Wer Detaileinstellungen treffen will, muss in Zukunft aber mehr klicken, denn diese verstecken sich nun eine Ebene tiefer im Menü. Beim Zeitlupen-Effekt zeigt das Programm nun sogenannte Zeitzonen an, die für die Wiedergabe ideal sein sollen und die Bedienung leichter machen.

Für engagierte Cutter interessant ist dagegen die Überblendfunktion für die Effekte - auch das ist zwar schon vom Photoshop bekannt, aber jetzt erstmals in einer Schnittsoftware einzustellen. Damit kann man nun also ob Effekte via multiplizieren, auflösen, Differenzen oder als weiches Licht ausgeführt werden sollen.

Als Downloadversion kosten sowohl Photoshop Elements 11 als auch Premiere Elements 11 nun 83 Euro - im Paket liegt der Preis für beide Programme bei 125 Euro. Der Upgradepreis beträgt für die Elements-Einzelversionen 68 Euro, für das Paket bei 103 Euro. Vom Bundling aus Photpshop & Premiere Elements 11 gibt es zudem eine Studentenversion für 91 Euro.

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