Digitale Fotografie - Test & Praxis

Adobe Photoshop CS5 - Neuauflage nach 20 Jahren

Adobe Photoshop ist nun kein Teenager mehr sondern mit 20 Jahren unter den Programmen quasi schon ein Oldie. Alt aussehen lässt Adobe das Programm aber nicht,

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Adobe Photoshop ist nun kein Teenager mehr sondern mit 20 Jahren unter den Programmen quasi schon ein Oldie. Alt aussehen lässt Adobe das Programm aber nicht, sondern renoviert es pünktlich zum Jubiläum mit neuen Funktionen.

Offensichtlichste Änderung ist ein in die Oberfläche integrierter Browser für die Dateiauswahl - die Mini-Bridge. Wer auf verschiedene Tätigkeiten optimierte Arbeitsoberflächen anlegt kann diese nun mit einer Schaltfläche in der Menüleiste anwählbar machen.

Bei den Funktionen konzentriert sich Adobe auf das Entrauschen und eine verbesserte HDR-Verarbeitung. Letzteres wurde um einen Dialog zur Kontrastkompression und Nachbearbeitung, dem so genannten Tonemapping erweitert.

Spektakulär ist zudem eine neue Funktion zum Freistellen und zum Retuschieren, die automatisch den Hintergrund ersetzt. Die Funktion nennt sich "Content Aware", also Inhalt bewahren. Mit dem Pinsel lassen sich so störende Elemente wegstreichen - Photoshop ergänzt den Bildinhalt mit einer zu den umliegenden Pixeln passenden Struktur. Auf die gleiche Funkion kann man auch beim Ausschneiden zurückgreifen - so lassen sich Personen aus dem Bild entfernen, den Hintergrund ergänzt das Bildbearbeitungsprogramm.

Aus dem Animationsprogramm AfterEffects entlehnt ist eine Funktion namens Puppet-Warp mit der sich relativ natürlich Gliedmaßen von Tieren oder Menschen wie bei einer Puppe in eine andere Richtung biegen lassen.

Ebenfalls neu ist die "Refine Edge"-Funktion, die mit einer automatischen Kantenerkennung beim Freistellen hilft und harte sowie weiche Kanten unterscheiden können soll. Mit dem "Refine Radius Tool" lassen sich beispielsweise die schwierigen Übergangsbereiche zwischen Haaren und Hintergrund mit einem Pinsel grob markieren, so dass Photoshop automatisiert eine Optimierung durchführt. Auch beim Bildimport hat Adobe gearbeitet und führt nun bei der RAW-Verarbeitung Prozess-Versionen ein. Es wurde stark am Unterbau gearbeitet, der für verbessertes Entrauschen und bessere Scharfzeichnung sorgen soll. Für die Korrektur von Vignettierung und Objektiv-Verzeichnung bringt Photoshop nun endlich automatisierte Objektiv-Korrektur anhand von Kamera- und Objektivprofilen.

Als spannend kann man die neue Preisstruktur bezeichnen: Der Photoshop Standard kostet nun 850 Euro und ist damit um 160 Euro günstiger geworden. Die Extended ist von 1486 Euro sogar auf 1200 Euro gesenkt. Entsprechend gilt die neue Preisstruktur nicht nur für das Bildbearbeitungsprogramm sondern auch für die gesamte Creative Suite CS5, die durchgängig etwas günstiger und etwas umstrukturiert ist. Den Einstand macht dabei die Suite Design Standard, die nun mit 1700 Euro zu Buche schlägt und damit 300 Euro günstiger ist, aber mit Photoshop Standard, Illustrator, InDesign und Acrobat die gleichen Programme beinhaltet. Entsprechend sind auch die Upgradepreise günstiger - aber nur für Besitzer der CS4 Suites, denn Adobe führt gesonderte Upgradepreise von CS, CS2 und CS3 ein, die dann deutlich über denen der CS4 liegen. Bei den Einzelplatzversionen gibt es diese Unterscheidung dagegen noch nicht.

Die klarste Umstrukturierung gibt es bei den Web-Paketen der Creative Suite: Web Premium kostet mit 2000 Euro ganze 260 Euro weniger, dafür liefert Adobe kein Soundbooth mehr mit und die Creative Suite Web Standard entfällt ganz.

Wir haben den neuen Photoshop CS5 für die kommende, bereits ab 16. April am Kiosk liegende ColorFoto 5/2010 bereits intensiv angeschaut und beleuchten die neuen Funktionen. Noch heute am 12. April um 17 Uhr gibt es hier eine offizielle Webvorstellung: http://cs5launch.adobe.com/de/ www.adobe.de

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