Beta beendet

Adobe Lightroom 5 ist da - lohnt das Update?

Adobe hat die Betaphase seiner neuen Bildverwaltungs- und Bildbearbeitungs-Software Photoshop Lightroom 5 beendet und bietet die finale Software nun offiziell an. Wir sagen was neu ist und für wen sich das Update lohnt.

Lightroom 5 offiziell

© MedienBureau/Joachim Sauer

Lightroom 5 offiziell

Bereits mit der Beta-Version von Lightroom 5, die Adobe immer im Vorfeld kostenfrei online stellt, war klar, dass es mit Version 5 nicht die ganz großen Neuerungen gibt. Dafür haben sich die Entwickler auf die Verbesserung von Werkzeugen konzentriert.

So gibt es nun in Lightroom 5 einen veränderten Radial-Verlauf, mit dem sich eine oder auch mehrere Vignettierungen in ein Bild hinzufügen lassen, so dass das Auge des Betrachters auf das Highlight gelenkt wird. Das neue "Upright"-Werkzeug beseitigt dagegen einen Fehler: Automatisch kann es den Horizont gerade stellen, auch dann wenn dazu teile des Horizonts fehlen - er wird dafür von der Software anhand der umliegenden Bildinformationen künstlich generiert. Insgesamt kann man festhalten: Lightroom hat mit der Version 5 vor allem bei den Automatismen zugelegt, die die tägliche Arbeit erleichtern, gleichzeitig aber auch weniger Geübten weiterhelfen.

Dass Lightroom 5 unerwünschte Bildbereiche entfernen und mit berechneten Strukturen ersetzen kann ist nicht neu, doch jetzt kann man dazu den unerwünschten Bereich nicht mehr nur mit dem Pinsel, sondern auch mit einem exakten Pfad definieren. Das macht die Entfernung von schwer vom Hintergrund unterscheidbaren unerwünschten Objekten erst möglich.

Etwas smarter wird auch der Umgang mit großen Bibliotheken: Es lassen sich nun einzelne Bilder in einer sogenannten "Smart-Vorschau" zusammenfassen und dann mit Metadaten versehen oder dort bearbeiten. Diese Vorschaudateien sind deutlich kleiner - Adobe spricht von 5 Prozent der Originalgröße. Entsprechend kann man so auch mehrere RAW-Dateien geöffnet halten, ohne das System zu überanspruchen. Die durchgeführten Korrekturen und Metadaten kann man, wenn Sie korrekt waren, dann auf die Originale übertragen. Für Mac-Anwender interessant: Die Version 5 von Lightroom unterstützt nun die hohen Auflösungen des Retina-Displays bei der Vollbildvorschau.

Vergleichstest: Drei Schwarzweiß-Plug-ins für Photoshop und Co.

Gearbeitet hat Adobe auch am Im- und Export: Lightroom 5 nimmt nun PNG-Bilder entgegen und führt beim DNG-Bildern eine Integritätsprüfung durch. Für Nutzer einer Kamera ohne GPS-Modul hat Adobe eine Landkarte integriert auf die sich die Bilder per Hand positionieren und so einem Aufnahmeort zuorden lassen. Für den Export verspricht Adobe eine verbesserte Diashow-Funktion in eine Videodatei, wobei die Diashow auch Videodaten beinhalten darf. Für die leichtere Gestaltung von Fotobüchern gibt es neue Vorlagen. Als Dienstleister für die Produktion des Fotobuchs ist nun der Service von Blurb mit an Board.

Wer bereits einen Lightroom installiert hat, bekommt, zumindest bei der Nutzung der Cloud-Version, mit dem Update eine neue Version auf den Rechner gespielt. Die Version 4.4 bleibt auf dem Rechner und muss von Hand gelöscht werden - das ist nicht gerade servicefreundlich. Die neue Version erkennt aber die Bibliothek von Lightroom 4 und importiert diese anstandslos. Der gesamte Updatevorgang mit Download und erstem Start nimmt gut eine Stunde in Anspruch, wobei dies je nach Datenbestand deutlich differieren kann. In jedem Fall sollte man sich dafür reichlich Zeit nehmen.

Ratgeber: Adobe Lightroom richtig bedienen

Fazit

Das Update auf Lightroom 5 lohnt nur dann, wenn man seine Bilder über die Standardkorrekturen hinaus mit Lightroom bearbeitet. Die Automatismen und neuen Funktionen sind für engagierte Nutzer dagegen sehr spannend.

Lightroom 5 Objektivkorrektur

© MedienBureau/Joachim Sauer

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