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Adobe Creative Suite 5.5 - Halber Schritt

Adobe macht einen halben Schritt und will damit wieder in dichteren Abständen wichtige Änderungen einführen. Der Schwerpunkt liegt bei Adobes CS 5.5 auf den Video- und Audio-Produkten Premiere Pro und After Effects.

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© Archiv

Statt Soundbooth kommt nun wieder das Audioprogramm Audition, das es nun auch für die Mac-Plattform gibt, ins Kreativpaket. Auch die Master Collection mit Indesign, Flash und Dreamweaver gibt es nun als Creative Suite 5.5. Der Photoshop bleibt dagegen komplett unverändert.

Premiere Pro bietet zusätzliche Effekte, die durch die Mercury Engine beschleunigt werden, und unterstütz mehr Grafikkarten bei der Echtzeitleistung. Auf der Pressevorstellung führteAdobe ein Notebook mit der Nvidia Quadro 5000M mit zehn Echtzeitspuren, wobei auf der Timeline ein bunter HD-Formatmisch lag, vor. Verbesserte Unterstützung verspricht Adobe für Canons XF-Format und für das native Format der RED-Kameras, bei dem man nun auf mehr Einstellungen und Korrekturmöglichkeiten zurückgreifen kann.

Doch auch an der Bedienung haben die Entwickler gearbeitet. So kann man nun beispielsweise bis zu 16 Audiodateien "mergen", also auf eine Spur zusammenfügen und verbinden - damit wird vor allem bei Multicam-Projekten die Arbeit leichter.

Neue Sequenzen kann der Cutter nun mit der rechten Maustaste mit einem Kick auf eine Datei in der Bibliothek erstellen. Zieht man ein Video ins Vorschaufenster offeriert das Schnittprogramm nun die Möglichkeit, es via Overwrite oder Insert in die Timeline einzufügen. Zudem gibt es ein verbessertes Fenster mit dem sich die Shortcuts (Tastaturkürzel) leichter anpassen lassen und das Storyboardwerkzeug "Story" wurde verbessert.

Spannend, dass Adobe Soundbooth nun nur noch als notwendigen Zwischenschritt bezeichnet, da Audition nicht für den Mac verfügbar war. Doch nun ist das Programm trotz lediglich leichter optischer Retuschen mit einem neuen Unterbau versehen, so dass man es wieder in die Creative Suite packt. Bis zu 16 Effekte spielte der Rechner in der Demo ab, wobei man beliebig an den Einstellungen drehen kann und die Veränderung direkt zu hören waren.

Man kann Sequenzen und Clips mit samt der in Premiere Pro gemachten Einstellungen in die Audiobearbeitung übernehmen und dort bearbeiten. Auch der Weg zurück aus dem Audioprojekt klappt. Zudem gibt es eine XML-Schnittstelle mit der sich ein Projekt für Final Cut Pro und andere Schnittprogramme exportieren lässt.

Beim MediaEncoder gibt es nur leichte optische Veränderungen: Ein Vorschaufenster erlaubt nun die Beurteilung, was gerade passiert. Klasse ist die Möglichkeit, nun einfach eine Premiere Sequenz in den MediaEncoder ziehen zu können. Zudem überwacht der MediaEncoder nun Ordner, so dass Dateien die dort abgelegt werden nach einem Arbeitsplan in ein oder mehrere Videodateien konvertiert werden.

AfterEffects bringt Adobe mit einem 3D-Effekt auf die Höhe der Zeit: über die 3D-Glases kann gibt es mehr Optionen für die 3D-Ausgabe und wer ein 2D-Video mit der dritten Dimension versorgen will kann nun über den 3D-Rig-Effekt die Paralaxe einstellen.

Optimiert wurde auch der Bildstabilisierer, der über eine automatische Analyse nun ruhigere Bilder erzeugt und eine verbesserte Korrektur für den Rolling Shutter-Effekt der CMOS-Sensoren hat. Aus dem (wohlgemerkt völlig unveränderten) Photoshop entnommen ist die Idee von "Content Aware", bei dem der Inhalt beim Retuschieren nicht nur entfernen lässt, sondern der zu ersetzende Bildbereich aus den umliegenden Pixeln errechnet wird. Neu sind Effekte wie Camera Lens Blur und Bokeh hinzugekommen.

 Auf die Version 5.5 wurden auch der Dreamweaver, Flash und Indesign angehoben. Hier geht es in erster Linie um verbesserte Integration von Video-, Audio- und Bild-Dateien. Damit will man in erster Linie dem zunehmenden Trend zu parallelen gedruckten und digitalen Veröffentlichungen gerecht werden. So kann man beispielsweise in Indesign nun Videos in die Publikationen einbinden.Gedruckt wird dann das Ersatzbild, bei digitaler Veröffentlichung gibt es dann das Video, dem man nun auch eine feste Position zuweisen kann. Zudem klappt die automatische Größenskalierung bei der Wiedergabe und es gibt ein Exporttagging von Formatvorlagen.  www.adobe.de

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