Browser-Werbeblocker

Adblock Plus wird scharf kritisiert

Nicht nur die Funktionalität des "Gatekeepers" Adblock Plus oder die Ausnahmen mit der sogenannten "akzeptablen Werbung" lösen die Kritik an dem beliebten Browser-Addon aus. Es sind die Verflechtungen mit der Werbeindustrie, die "sauer aufstoßen".

Adblock Plus: Die Betreiber sollen

© Screenshot: WEKA, adblockplus.org

Adblock Plus: Die Betreiber sollen "mafiöse" Netzwerke unterhalten.

Nach außen hin präsentiert sich Adblock Plus als eine ehrsame Community, die dem geplagten Internetuser den Stress unerwünschter und nerviger Werbeeinblendungen ersparen will, und dafür auch gerne, nach Community-Art, eine kleine, freiwillige Spende entgegennimmt. So erfreut sich das Gratis-Tool auch großer Beliebtheit bei den Surfern, die - bislang - auch gerne akzepieren, dass Adblock Plus "dennoch Webseiten unterstützen [möchte,] die auf einfache und unaufdringliche Werbung setzen", wie es auf der Homepage der bisher erfolgreichsten Browsererweiterung für Firefox und Chrome heißt.

Nun hat sich der Blogger und Gründer von Mobilegeeks, Sascha Pallenberg, vor wenigen Tagen mit den geschäftlichen Hintergründen der Adblock-"Community" befasst und damit einigen Wirbel ausgelöst. Laut Pallenberg stehen "hinter Adblock Plus ... finanzstarke strategische Partner aus der Werbeindustrie". Mit starken Worten geißelt er Adblock als Bestandteil eines "mafiösen Werbenetzwerkes" und sieht darin ein "perfide konzipiertes Hinterürchen", dass sich zudem als "Erpressungswerkzeug für jeden Website-Betreiber" einsetzen lässt.

Laut Pallenbergs umfangreichen Enthüllungen zu Adblock ist die Einführung der Whitelist für "Acceptable Ads" zeitgleich Ende 2011 mit dem Einstieg der Förder-Firma Eyos GmbH geschehen. Seitdem erfreut sich der Adblock-Investor eines beachtlichen, stetigen Wachstums. Auf Nachfragen war von weiteren Investoren die Rede, die nicht genannt werden wollten. Sicherlich sollte jedem User klar sein, dass kostenlose Content-Angebote jeglicher Art irgendwie finanziert werden müssen, allerdings sollte das offen und nachvollziehbar sein.

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