SSD-Storage

Adata XPG SX900 SSD mit realen 128 GByte

Adata hat mit der 128 GByte XPG SX900 SSD die weltweit erste SSD am Markt, die dem Besitzer wirklich nutzbare 128 GByte anstatt der üblichen 120 GByte bieten soll. Erreicht wird dies durch Abschalten der Parity-Funktion des SandForce SF-2281 Controllers.

Adata XPG SX900 SSD

© adata

Adata XPG SX900 SSD

Der weitverbreitete Controller SF-2281 stellt für die Hersteller zwei Schalter bereit, um die Sicherheit der Daten und die Lebensdauer der Platte zu erhöhen. Beide reduzieren, wenn eingeschaltet, die reale Nutzkapazität der Platten.

Over-Provisioning

Die Mechanismen sind Over-Provisioning (OP) und RAISE (Redundant Array of Independent Silicon Elements). OP ist notwendig, damit eine SSD, vor allem wenn sie voller wird, weiterhin freien Platz schaffen kann, denn auf einer SSD werden Daten nicht überschrieben, sondern die Zellen müssen explizit gelöscht werden, um wieder beschreibbar zu sein. Hier greift unter anderem die Garbage Collection, indem sie verstreute Blöcke sammelt, um zusammenhängenden Platz für zukünftige Schreibvorgänge zu bieten.

Dazu braucht die SSD reservierten Platz, der allerdings dem Nutzer selten als fehlend auffällt. Die rund 7% für die Garbage Collection ergeben sich aus dem Unterschied in der Angabe der Kapazität. Festplatten werden mit der Angabe GigaByte verkauft (1 GByte=10^12 oder 1.000.000.000 Bytes). Binär gesehen ist aber die Angabe in GibiByte korrekt (1 GibiByte=2^30 oder 1.073.741.824 Bytes). Eine SSD ohne OP würde mit zunehmendem Füllstand und Alter zwangsweise langsamer werden.

RAISE

Bis hierher hat die SSD also noch 128 GByte nutzbare Kapazität vor dem Formatieren. Der zweite Mechanismus der SandForce Controller, den jetzt Adata als erster Hersteller ausgeschaltet ausliefert, ist RAISE. Hierbei handelt es sich um einen Sicherheitspuffer, der prinzipbedingt einen NAND-Chip von 8 GByte zur Gänze reserviert. Hier finden Parity-Checks statt, um die Sicherheit der gespeicherten Daten zu gewährleisten. Nach Angaben von SandForce ist aber RAISE im Consumerbereich nicht zwingend notwendig. Die eingebaute 55-bit BCH Error Checking Engine stelle genügend Sicherheit dar. Deshalb überlässt SandForce die Einstellung dem Hersteller der SSD.

Adata, renomierter Hersteller von Speicherlösungen, hat als Erster bei der XPG SX900 diesen Schalter ausgeschaltet. Neben den von SandForce SF-2281 gewohnten Spitzenwerten beim Lesen und Schreiben von 550 bzw. 520 MB/s bietet die Platte 128 GByte real nutzbare Kapazität anstatt der 120 GByte anderer Hersteller.

Hierrauf bietet Adata 3 Jahre Gewährleistung. Die Platte ist bei den Preisagenturen als bereits lieferbar gekennzeichnet und ab 109 Euro zu haben.

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