IFA-Trends

4K-Auflösung bei Fernsehern: Fotografen profitieren

Die IFA ist für Fotografen eigentlich eher uninteressant, doch mit der bei Fernsehern zum Trend werdenden 4K-Auflösung könnte sich das ändern, denn gerade bei Diashows profitiert man von den hochauflösenden Displays.

Technik,Fernsehen,Samsung,Toshiba,Sony

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Die Fernsehsender sind gerade erst auf HDTV gewechselt, da versuchen die Hersteller aus der preislichen Abwärtspirale bei Full-HD-Fernsehern zu entkommen - und das mit neuen hochauflösenden Displays. Doch was sollen die hochauflösenden Displays bringen, wenn doch das Sendesignal nach wie vor im besten Fall Full-HD ist?

Die erste Antwort ist klar: Die Fernseher können intern das HD-Signal in ein sogenanten Ultra-HD (UHD)-Signal wandeln. Damit versprechen die Hersteller eine höhere Detailschärfe als bei klassichen Full-HD-Displays. Der Betrachtungsabstand zum Fernseher kann sinken, es entsteht viel eher Kinoatmosphäre. Dennoch ist klar: Wirklich profitieren von den neuen Modellreihen können die, die bereits jetzt einen der wenigen 4K-Camcorder nutzen - und in der breiten Masse die Fotografen, die künftig eine Diashow in einer vierfach höheren Auflösung auf einem Fernseher präsentieren können. Die Argumente sind für die Hersteller so stark, dass zur IFA gleich mehrere Hersteller mit neuen Modellreihen kommen.

Samsung kündigt den UHD TV F9090 mit einer nativen Auflösung von 3840 x 2160 Pixel an. Er wird zwei verschiedenen Größen erhältlich sein. Einmal mit 138 Zentimeter (55 Zoll) großer Bildschirmdiagonale oder mit 166 Zentimeter sprich 65 Zoll großem Panel. Nebender UHD-Auflösung der Samsung 3D-Inhalte zeigen und wandelt 2D-Video auf Wunsch in die dritte Dimension. Er ist mit zwei Tunern für den Kabel-, Satteliten- und DVB-T-Empfang ausgestattet. Somit lässt sich ein zweites Fernsehprogramm auf Wunsch auf einem Samsung Galaxy Tablet oder Smartphone anzeigen. Im Rahmen ist eine Kamera für die Skype-Videotelefonie integriert, womit sich der TV auch anhand von Gesten und Sprachbefehlen steuern lässt. Mit dem Internet verbunden liefert der F9090 direkten Zugriff auf diverse Smart TV Apps wie YouTube und Co. Der Preis für den F9090 mit 55 Zoll wird voraussichtlich bei 5000 Euro liegen. Die größere 65 Zoll  Ausführung wird 7000 Euro kosten. Beide Modelle sollen bereits ab August lieferbar sein.

Auch Toshiba ist mit von der Partie und zeigt zur IFA die Fernseher 58M9363DG, 65M9363DG und 84M9365D. Alle drei haben ein Display mit einer UHD-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) haben aber unterschiedliche Bildschirmdiagonalen: 146, 165 und 213 Zentimeter. Wie Samsung packt auch Toshiba einen Upscaler in die Fernsehgeräte - der Cevo 4K Multiprozessor soll auch Videos, die nicht in nativem UHD vorliegen, zu einer besseren Bildqualität verhelfen. Dafür berechnet der integrierte 6-Kern Prozessor einzelne Bildpunkte und fügt die fehlenden Bilddaten hinzu. Damit sollen etwas Full-HD-Videos annähernd die Qualität von UHD-Inhalten erreichen. Mit dem Hinzufügen von Zwischenbildern will Toshiba dann auch den Bewegungsablauf in entsprechenden Szenen noch schärfer aussehen lassen.

Video lassen sich vom Rechner, per USB oder über's Netzwerk auf dem Fernseher abspielen. Fotos verstehen die Fernsehmodelle zusätzlich von der Speicherkarte. Die Modelle der M9-Serie wirdwie die Samsung-Kollegen im August erhältlich sein. Der Toshiba  84M9363DG wird rund 20.000 Euro, der  65M9363DG 7000 Euro und der  58M9365D 4500 Euro kosten.

Ebenfalls noch im Sommer kommen die beiden 4K-Fernseher der Bravia X9-Serie auf den Markt - die sogar schon vorbestellt werden können. Die beiden Modelle gibt es mit einer Bildschirmdiagonalen von 139 (55 Zoll) oder 164 Zentimeter (65 Zoll). Mit der Triluminos Display Technologie verspricht Sony zudem eine bessere Farbdarstellung. Im Inneren der Fernseher arbeitet ein 4K X-Reality Pro Prozessor der unter anderem dafür sorgt, dass Inhalte wie etwa TV-Sendungen, Web-Videos oder Blu-ray-Filme der 4K-Auflösung angepasst werden. Zudem will der Hersteller noch in diesem Jahr zehn 4K-Filme auf den Markt bringen.

Zu den Anschlüssen der beiden Fernseher gehören vier HDMI-Eingänge, drei USB-Anschlüsse, ein Composite-, ein Scart- und ein Component-Eingang sowie ein Ethernet-Port. WLAN ist ebenfalls mit an Bord. Die Bravia X9-Serie kommt mit dem Opera-Internetbrowser und ist kompatibel mit dem Video- und Sprach-Chat-Programm Skype. Für diesen Zweck sind beide Modelle mit einer Webcam ausgestattet. Die Preise liegen bei 4.500 Euro für das kleinere, und 7.000 Euro für das größere Modell.

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