3D-Drucker

Tool von MIT-Studenten kopiert Sicherheitsschlüssel

3D-Drucker können High-End-Schlüssel kopieren. Zwei Studenten der MIT, David Lawrence und Eric Van Albert, haben auf der Hackerkonferenz Def Con ein Programm vorgestellt, dass Sicherheitsschlüssel der Firma Schlage kopieren können soll.

MIT-Studenten können mit 3D-Druckern High-End-Schlüssel kopieren.

© Screenshot / www.youtube.com/watch?v=f72eheYbIBI

MIT-Studenten können mit 3D-Druckern High-End-Schlüssel kopieren.

Durch die immer höhere Verfügbarkeit von 3D-Druckern und der Freude an Herausforderungen von Menschen lassen sich nun wohl auch High-End-Schlüssel reproduzieren. Der selbstbewusste Slogan der Firma Schlage - "Oft nachgeahmt, nie nachgemacht" - muss damit vielleicht geändert werden.

Denn Lwarence und Van Albert von der US-Hochschule MIT (Massachusetts Institute of Technology) gelang es laut Forbes, mit einem gewöhnlichen Scanner und ihrem selbst entwickelten Software-Programm eine perfekte Schlüssel-Kopie herzustellen, die sie anschließend an einen 3D-Drucker-Service schickten. Dieser Drucker kann aus den gegebenen Informationen Bauteile in verschiedenen Materialien herstellen. 3D-Drucker sind zum neuen Trend unter Technik-Fans geworden, so können diese ganze Gegenstände ausdrucken und übertreffen damit die Möglichkeiten eines gewöhnlichen Druckers bei Weitem.

Bei der Kopie von Lawrence und Van Albert ist besonders die Entwicklung neu, dass sie den Schlüssel nicht physisch besitzen mussten. Sie benötigten nur die Codes auf dem Schlüssel und den 3D-Drucker . Die MIT-Studenten wiesen darauf hin, dass ihr Programm nicht nur bei Schlage-Schlüsseln funktioniere, sondern theoretisch bei jedem beliebigen Hersteller.

Diese Entwicklung könnte für Schlage noch Folgen haben. Viele Forschungsinstitute, Regierungseinrichtungen, Schulen und Haftanstalten in den USA nutzen die High-End-Schlüssel der Firma. Sollten diese sich nicht mehr genügend geschützt fühlen, müsste Schlage wohl etwas an ihren Schlüssel-Modellen ändern. Der Tipp der beiden Studenten: Schlage solle elektronische Schlösser verwenden, da diese viel schwerer zu kopieren seien.

Lawrence und Van Albert sind im Terrain der Sicherheitsschlüssel-Kopie jedoch nicht allein. So konnte ein deutscher Tüftler 2012 schon Schlüssel mit einem 3D-Printer für Hochsicherheits-Handschellen herstellen.

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