Outdoor & Business

Robuste Smartphones und Tablets in der Marktübersicht

Sie suchen Business-Smartphones und -Tablets, die auch gegen Staub, Wasser und Hitze geschützt sind. Lesen Sie unsere Marktübersicht!

Robustes Tablet auf der Baustelle

© Hersteller

Auch frr den Einsatz auf Baustellen sind Geräte wie Panasonics FZ-G1 gut gerüstet.

Wer ein schlankes, leistungsfähiges Smartphone oder Tablet sein eigen nennt, wird den Teufel tun, es mit auf die Baustelle zu nehmen. Zu groß ist die Gefahr, dass es herunterfällt und dass Staub oder Schlamm eindringen. Mit elektronischen Geräten gehen Nutzer üblicherweise vorsichtig um, und handelsübliche Tablets werden hauptsächlich auf dem heimische Sofa benutzt. Bewährt haben sie sich allerdings auch im Unternehmenseinsatz, gerade weil sie klein, handlich und leistungsfähig sind und via SIM-Karte oder WLAN mit dem Firmennetzwerk kommunizieren können.

Lesetipp: Welches Tablet kaufen? – Unsere Kaufberatung

Doch sind auf Baustellen, in der Logistik, im technischen Dienst oder im Vertrieb andere Qualitäten gefragt als bei Mobilgeräten, die kaum die eigenen vier Wände verlassen. Die Geräte müssen nicht nur leistungsfähig sein und zuverlässig arbeiten, sondern vor allem robust. Hohe Temperaturen, Kälte, Staub oder Wasser und Erschütterungen sollten die Geräte nicht aus dem Takt bringen. Gefragt sind also robuste Geräte für den Arbeitsalltag in Lager- oder Fabrikhallen oder auf dem Baugerüst. Auf diesen Bedarf eingestellt haben sich mehrere IT-Hersteller und bieten widerstandsfähige Mobilgeräte an.

Robustes Arbeitstier

Einer der führenden Hersteller im Bereich “ruggedized Devices" ist Panasonic. Und so hat auch eine Umfrage von Panasonic bei Profi-Nutzern ergeben, dass für 37 Prozent der Mitarbeiter die Batterielaufzeit der gängigen Mobilgeräte zu kurz ist. Für den Außeneinsatz recht gut gerüstet ist auch Samsungs Galaxy Tab Active. Rein äußerlich könnte es dieses Gerät fast schon mit schicken Couch-Tablets aufnehmen.

Kälte-Robustes Tablet

© Hersteller

Selbst bei extremer Kälte arbeiten robuste Tablets wie Dells Latitude 12 ruggedized zuverlässig.

Schlank, aber robust: Doch ist es geschützt durch eine abnehmbare Antischock-Hülle. Sie verhindert, dass das Tablet beschädigt wird bei Stürzen aus einer Höhe von bis zu 1,20 m. Das 9,75 mm schlanke B2B-Gerät ist zertifiziert nach dem US-Militär-Standard MIL-STD 801G und IP67. Selbst bei Hitze oder Kälte (–20 bis +60° C) bleibt es einsatzfähig. Das 8 Zoll große Display löst mit 1.280 x 800 Pixeln auf und lässt sich auch mit Handschuhen bedienen. Der Akku ist 4.450 mAh groß und soll eine Laufzeit von 11 Stunden haben. Die 3,1-Megapixel-Kamera dient auch als Barcode-Scanner. Und seine Leistung bezieht das Galaxy Tab Active von einem 1,2 GHz schnellen Vierkern-Prozessor. Als Betriebssystem gibt es Android 4.4.

Lesetipp: Android – E-Mail-Apps im Test

Abgesehen davon haben sich im harten Außeneinsatz aber Geräte durchgesetzt, die auch aussehen wie Arbeitstiere. Nicht nur robuste Hüllen sollen diese Geräte schützen. Vielmehr sind Bauweise und Materialien von ruggedized Computer auf eine erhöhte Widerstandsfähigkeit ausgelegt. Bei Panasonic zum Beispiel stecken empfindliche Bauteile wie Speicher und CPU in einem stabilen Magnesiumrahmen im Innern des Geräts. Am Gehäuserand sind die Ecken mit Kunststoffpolstern geschützt. Diese sollen die Stoßenergie beim Fallen absorbieren und dadurch den Bildschirm schützen. Darüber hinaus ist das Displayglas chemisch gehärtet und mit dem Display verbunden. Das erhöht nicht nur die Vibrations- und Stoßfestigkeit, sondern auch die Darstellungsqualität. So sind die Tablets entsprechend dem US-Militärstandard (MIL-STD-810G) zertifiziert.

Pokini Tab a8 im Matsch

© Hersteller

Nach einem Sturz ins Wasser funktionieren robuste Tablets wie das Pokini Tab reibungslos.

Fit für Firmensoftware und Microsofts Betriebssystem

Für den produktiven Einsatz im Unternehmen entscheidend ist außerdem das Betriebssystem. Während die meisten Tablets für den Privatgebrauch mit Googles Android laufen, kommt bei Business-Geräten fast ausschließlich Windows zum Einsatz. Das bietet gleich mehrere Vorteile. Zum einen laufen Unternehmens-Anwendungen wie Word, Excel oder Access problemlos auch auf den mobilen Geräten, und Mitarbeiter müssen nicht umgeschult werden. Ferner ist die Anbindung an die Firmen-IT dadurch einfacher. Und auch Sicherheitsstandards und Compliances der Firma lassen sich ohne größeren Aufwand implementieren.

Lesetipp: Windows-Tablets im Test

Wichtig für den Einsatz im Unternehmen sind außerdem Anschlüsse. Schnittstellen und Erweiterungsmöglichkeiten wie ein LAN-Anschluss, ein Barcode-Scanner oder Smartcard-Leser sind etwa bei Außendienstlern gefragt und werden bei den meisten robusten Profi-Tablets angeboten. Dabei können Firmenkunden meist entscheiden, über welche Anschlussmöglichkeiten ihr Firmen-Gerät verfügen soll.

Diesen Anforderungen genügen Tablets wie FZ-M1. Zu seinen inneren Werten zählen ein 1,6-GHz-Intel-Core-i5-4302Y-vPro-Prozessor, 4 GByte Arbeitsspeicher, eine 128 GByte große SSD und ein 7 Zoll großes entspiegeltes Display mit einer Helligkeit von bis zu 500 cd/m2. Dazu gibt es einen seriellen oder LAN-Anschluss sowie Barcode-Scanner oder Smartcard-Leser. Und wie viele dieser toughen Tablets läuft auch das FZ-M1 mit Windows 8.1.

Pokini Tab Anschlüsse

© Hersteller

Wichtig für den Einsatz im Unternehmen sind die Anschlüsse, die aber richtig geschützt werden müssen.

Mit dem Latitude 12 Rugged hat Dell sein erstes Tablet präsentiert, das auf maximale Robustheit und Extremsituationen ausgelegt ist. Damit rundet Dell seine Pallette an toughen Geräten ab, die bisher die Latitude-Rugged-Notebooks umfasste.

Dells Rugged Tablet verfügt über ein 11,6 Zoll großes HD-Display, das Spiegelungen reduziert und mit Handschuhen bedient werden kann. Um auch unter extremen Temperaturbedingungen noch zu arbeiten, ist es mit einem lüfterbasierten Temperatur-Management ausgestattet. Angetrieben wird Dells Arbeitstier von einem Intel-Core-M-Prozessor der fünften Generation. Darüber hinaus bietet es einen bis zu 512 GByte großen SSD-Speicher. Und auch Dells Robust-Tablet arbeitet mit Windows 8.1.

Scharfes Display

Neben den Global-Playern der IT-Branche führen auch kleinere Hersteller robuste Geräte in ihrem Portfolio. Dazu zählt unter anderem Exone mit seinem Pokini Tab A8. Es verfügt über einen 8,3 Zoll großen Touchscreen aus Corning-Gorilla-Glas mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln. Das etwas über ein Pfund schwere Gerät arbeitet mit einem Intel Atom BayTrail Z3745 Vierkern-Prozessor, der eine Taktfrequenz von bis zu 1,86 GHz hat. Der integrierte Flash-Speicher kann bis zu 128 GByte und der Arbeisspeicher bis zu 4 GByte groß sein. Wahlweise läuft das robuste Tablet mit Android oder Windows 8.1. Das Pokino Tab ist IP65 zertifiziert und demnach immun gegen Schmutz und Spritzwasser.

Ebenfalls mit einer IP65- und einer MIL-STD-810G-Zertifizierung kann das neue Tablet von Xplore Technologies aufwarten. Im XSlate B10 sind i5- oder i7-vPro-Prozessoren und ein 10,1 Zoll großes Touchdisplay aus bruchsicherem Glas verbaut. Der Arbeitsspeicher umfasst satte 8 GByte und als Hauptspeicher dient eine 128 GByte oder 256 GByte große SSD. Besonders handlich ist das XSlate B10 mit seinem Gewicht von rund 1 kg sicher nicht, dafür steckt ein 5.300 mAh großer Akku in dem Gehäuse. Und falls dem Akku während der Arbeit doch die Puste ausgeht, lässt er sich bei laufendem Betrieb wechseln.

XSlate B10 Display

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Um das Display zu schützen, befinden sich am Gehäuserand stoßabsorbierende Kunststoffpolster.

Ähnliche Geräte führt auch Getac im Sortiment. Dabei stattet Getac sein neues Tablet F110-G2 mit Intels Broadwell-Prozessoren der fünften Generation aus. Das Gerät verfügt über ein 11,6 Zoll großes Display (1.366 x 768 Pixel) und wiegt dabei 1,3 kg. Als Speicher lässt sich eine bis zu 512 GByte große SSD integrieren. Auch das Tablet von Getac ist zertifiziert nach IP65 und nach dem Militärstandard MIL-STD-810G. Auf dem Gerät läuft Windows 8.1 (oder Windows 7). Als zusätzliche Bedienelemente sind sechs Tasten am Gerät angebracht.

Smartphones fürs Grobe

Wer bei seiner Arbeit im Freien ein strapazierfähiges Gerät mit Telefon-Funktion braucht, kann auch zu einem Outdoor-Smartphone greifen. Die Auswahl ist dabei zwar nicht wirklich groß, doch gibt es durchaus Mobiltelefone für Extrembedingungen. So hat Samsung zwar von seinem Flaggschiff, dem Galaxy S6, eine Robust-Variante ins Rennen geschickt. Doch ist das Gerät derzeit in Deutschland nicht erhältlich. Stattdessen bietet der koreanische TK-Riese mit dem Galaxy Xcover 3 ein Baustellen-taugliches Mobiltelefon an. Es ist nach IP67 zertifiziert und darf auch einfach mal aus der Tasche in eine Pfütze fallen, ohne gleich kaputtzugehen. Die Ausstattung bei Samsungs robustem Mobiltelefon könnte allerdings durchaus besser sein. Das Display des 4,5 Zoll großen Geräts löst nur mit 800 x 480 Pixeln auf, und angetrieben wird es auch nur von einem Vierkern-Prozessor. Ein wenig tröstlich sind schnelles LTE und der günstige Preis von 220 Euro. Von Smartphones wie den ebenfalls IP67-zertifizierten Sony-Xperia-Z-Geräten (oder dem Galaxy S6 active) ist das Xcover jedenfalls meilenweit entfernt. Robuste Smartphones gibt es auch von dem Baumaschinen-Hersteller Cat.

Sein neuestes Mobiltelefon, das Cat S30, ist sogar IP68-(und MIL-STD-810G-)zertifiziert. Es bleibt dicht, selbst wenn es bis zu einer Stunde lang im Wasser liegt. Und auch bei einem Sturz aus einer Höhe von 1,80 m sollte es heil bleiben. Unter der rauen Schale arbeitet ein 1,1 GHz schneller Vierkern-Prozessor von Qualcomm. Der interne Speicher des 4,5 Zoll großen Outdoor-Smartphones ist mit 8 GByte allerdings nicht üppig bemessen. Auch die Auflösung des Android-Geräts von 854 x 480 Pixeln ist eher gering ausgefallen. Dafür soll der 3.000 mAh große Akku aber bis zu 18 Stunden lang durchhalten.

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