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E-Payment-Startups und wie sie Paypal Paroli bieten

Der Webzahlungspionier Paypal bekommt zunehmend Gegenwind von kleinen Startups. Wir stellen Ihnen deutsche und internationale Neugründungen rund um innovative Bezahlsysteme vor und berichten, was dieser Trend für Ihre Webshops und mobilen Apps bedeutet.

E-Payment-Startups und wie sie Paypal Paroli bieten

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E-Payment-Startups und wie sie Paypal Paroli bieten

Der Erfolg eines Webshops hängt von sehr vielen Faktoren ab, doch keine einzige Bestimmungsgröße wirkt sich derart extrem auf die Konversionsrate aus wie der eigentliche Ablauf des Zahlungsvorgangs.

Weder Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) der Produktseiten, der Einsatz eines CDNs (Content Delivery Networks) zur Minimierung der Ladezeiten von Abbildungen, noch A/B- und MV-Tests verschiedener Design-Varianten können einem Webshop zum Erfolg verhelfen, wenn der Besucher das unterstützte Bezahlsystem grundlegend ablehnt.

Der Kunde ist König

Laut einer Studie des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft e.V. (BVDW) hängt der erfolgreiche Verkaufsabschluss in einem Webshop primär davon ab, ob der Kunde am Ende die von ihm gewünschte Zahlungsmethode findet oder nicht. Wer den Bezahlvorgang als stressig, unangenehm oder mulmig empfindet, wird den Kauf meiden, und nichts ist einfacher im Internetzeitalter, als einen angefangenen Kauf abzubrechen und rasch zu einem anderen Webshop zu navigieren.

In der aufschlussreichen Studie "Der Internetzahlungsverkehr aus Sicht der Verbraucher (IZV10)" kam das E-Commerce-Center Handel (kurz: ECC Handel), eine Forschungs- und Beratungsinitiative unter der Leitung des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln, zu der Erkenntnis, dass 37,5 Prozent der Befragten ihren Kaufvorgang sogar abbrechen und direkt an der Kasse abdrehen, wenn der Webshop das von Ihnen gewünschte Bezahlverfahren nicht anbietet.

Darüber hinaus stellte die Studie fest, dass knapp 60 Prozent der Befragten in diesem Szenario beschließen, in Zukunft woanders einzukaufen. Diese Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Online-Zahlungssysteme mit einer breiten Akzeptanz sind für ein Unternehmen nahezu überlebenswichtig.

Paypal bekommt Gegenwind von Startups

Paypal, Pionier und aktueller Platzhirsch unter den Bezahlsystemen, verdankt seine besondere Machtposition der Muttergesellschaft Ebay und leistet im Gegenzug mit sagenhaften 40 Prozent des Umsatzvolumens einen gewichtigen Beitrag zum finanziellen Ergebnis des Großkonzerns.

Leider hat sich Paypal im Laufe der vergangenen Jahre aufgrund seiner rigiden Beschränkungen der zulässigen Zahlungsvorgänge, der zum Teil astronomischen Wechselkursgebühren und des als überaus bürokratisch empfundenen Kundendienstes bei zahlreichen Nutzern höchst unbeliebt gemacht.

Paypals 128 Millionen aktive Benutzer, ein Transaktionsvolumen von nahezu acht Millionen Zahlungsvorgängen pro Tag und ein jährliches Wachstum von imposanten 26 Prozent ließen inzwischen zahlreiche andere Anbieter die ultimative Gelegenheit wittern.

Die Gründerszene wimmelt inzwischen von Startups, die mit neuen innovativen Lösungen, modernen APIs, einem benutzerfreundlichen Kundenservice und schierer Kreativität versuchen, eine Marktnische für sich zu erobern. Für die Betreiber von Webshops bedeutet der Trend nur eines: Konkurrenz belebt das Geschäft - erst recht, wenn sie unter den Anbietern von Bezahlsystemen stattfindet.

Boku: mobilfunkbasiertes Zahlungssystem für Webshops und in-App-Verkäufe

© Boku

Das Startup Boku entwickelt ein mobilfunkbasiertes Zahlungssystem für Webshops und In-App-Verkäufe.

Boku

  • Kurzbeschreibung: Zahlungsplattform für Online-Transaktionen über einen Mobilfunkvertrag
  • Geschäftsleitung/Mitgründer: Mark Britto (Geschäftsführer)
  • Finanzierungskapital: knapp 100 Millionen US-Dollar
  • Vorzeigekunden/Partnerschaften: Facebook, Sony Online Entertainment, Swisscom, Bigpoint

Das junge Unternehmen Boku erlaubt es Online-Händlern unter anderem in Deutschland, in den USA und in Großbritannien, mobile Zahlungen mit und ohne Mehrwertsteuer auf unkomplizierte Art und Weise abzuwickeln.

Es gibt zwar inzwischen satte zwei Milliarden Kreditkartennutzer weltweit, aber mit sechs Milliarden Kunden ist die Marktdurchdringung von Geräten mit einem Mobilfunkvertrag ungefähr dreimal so groß. Diese Zielgruppe stellt für ein mobilfunkbasiertes Zahlungssystem ein enormes Potenzial dar. Startups wie Boku haben dies bereits erkannt und arbeiten fieberhaft daran, Smartphones und Tablets in ein Zahlungsinstrument zu verwandeln.

Website-Entwicklern bietet Boku mehrere sehr flexible APIs. Durch die Integration des Dienstleistungspakets Boku Mobile Billing in einen Webshop können Online-Händler Zahlungen über die Telefonnummer des Käufers abbuchen. Anders als beispielsweise bei Paypal braucht der Käufer hier weder ein Bankkonto anzugeben, noch einen mühseligen Registrierungsvorgang über sich ergehen zu lassen.

Der Käufer trägt in das Online-Formular seine Telefonnummer ein und bekommt umgehend eine SMS-Nachricht mit einer Zahlungsaufforderung. Um die Zahlung auszulösen, muss der Käufer die SMSNachricht beantworten. Die Transaktion belastet dann einfach die monatliche Telefonrechnung des Käufers.

In-App-Käufe lassen sich über die so genannte Boku-1-Tap-Lösung implementieren. Das Boku 1 Tap SDK stellt Online-Händlern eine schnelle und unkomplizierte Checkout-Lösung zur Verfügung, die zu höheren Konversionsraten und damit auch zu höheren Umsätzen führen soll. Die Online-Transaktion wird umgehend und komplett innerhalb der aktiven App abgeschlossen.

Nicht zuletzt bietet Boku ein Online- System, welches sich durch eine hohe Sicherheit auszeichnet. Die weltweite Kompatibilität verdankt das System unter anderem den flexibel anpassbaren Steuerregeln. Ein durchdachtes Preismodell sorgt dafür, dass sich die Plattform für Großunternehmen, den Mittelstand und Kleinunternehmer gleichermaßen eignet.

Zooz

  • Kurzbeschreibung: benutzerfreundliches Zahlungssystem mit extrem einfacher Integration in Webshops und mobile Apps. Zooz nutzt die Erkenntnisse aus der Analyse des Kaufverhaltens, um den Bezahlvorgang komfortabler zu gestalten.
  • Geschäftsleitung: Oren Levy (CEO und Mitbegründer) und Ronen Morecki (CTO und Mitbegründer)
  • Finanzierungskapital: 3,5 Millionen USDollar in zwei Finanzierungsrunden
  • Vorzeigekunden/ Partnerschaften: Favor. it labs GmbH aus Berlin

Zooz, ein neuer Herausforderer auf dem Markt für mobile Zahlungssysteme, hat eine einzigartige Zahlungsplattform aus dem Boden gestampft. Mobile Käufer werden hier mit einem sehr komfortablen Bezahlvorgang nahezu verwöhnt.Der Ansatz basiert auf einer eingehenden Analyse der Verhaltensweisen und Bedürfnisse der Zielgruppe und nicht ausschließlich auf den technischen Aspekten des Zahlungsvorgangs. Zooz arbeitet mit führenden Zahlungsgateways, Kreditkartenprozessoren und EWallets zusammen.

Das Unternehmen hat bereits zwei Finanzierungsrunden von VC- und Angel- Investoren erfolgreich hinter sich gebracht und steht finanziell auf solidem Fuß. Zuletzt konnte Zooz im April dieses Jahres das ursprüngliche Startkapital in Höhe von 1,5 Millionen Dollar aus der ersten Finanzierungsrunde, an der sich unter anderem lool ventures und Rhodium beteiligten, um weitere zwei Millionen von XSeed Capital aufstocken.

Die beiden Mitgründer Oren Levy (CEO) und Ronen Morecki (CTO) verfügen zusammen über nahezu 30 Jahre Branchenerfahrung im Bereich Zahlungssysteme und Softwareentwicklung.

Zooz SDK ermöglicht den Entwicklern mobiler Apps die Integration eines benutzerfreundlichen Zahlungssystems

© Zooz

Das Zooz SDK ermöglicht den Entwicklern mobiler Apps die problemlose Integration eines überaus benutzerfreundlichen Zahlungssystems: Nach dem ersten Kauf zahlt der Benutzer einfach durch einmaliges Tappen, sogar in einer völlig anderen App als zuvor.

Zu den prominentesten Anwendern von Zooz zählt das deutsche Startup Favor.it labs GmbH aus Berlin. Florian Hübner, Gründer & CTO von Favor.it labs GmbH, sagt dazu: "Wir legen den Schwerpunkt auf das Verständnis und die Verbesserung der Interaktionen lokaler Unternehmen mit ihren Kunden. Wir waren wirklich begeistert, dass wir mit Zooz mobile Zahlungen schnell und einfach integrieren konnten. Die Lösung funktioniert gut, der Service ist großartig, und wir sind erleichtert, solch verlässliche Partner zu haben, denn es geht ja um den Umgang mit unseren Einnahmen!"

Auch Martin Poschenrieder, Mitgründer und Geschäftsführer des Startups HiMom (himom.me), hat über die Einbindung des Zooz-Zahlungssystems nur das Beste zu berichten. "Die Zooz- Integration verlief, wie versprochen, schnell und reibungslos".

Stripe

  • Kurzbeschreibung: einfache, entwicklerfreundliche Online-Zahlungsplattform für In-App-Transaktionen, inklusive Unterstützung für Zahlung per Kredit- und Debitkarte, Crowdfunding, Mikrobeträge und Abonnements
  • Geschäftsleitung/Mitgründer: John Collison (Mitbegründer), Patrick Collison (Mitbegründer und Geschäftsführer)
  • Finanzierungskapital: 40 Millionen USDollar über drei Finanzierungsrunden verteilt Vorzeigekunden/Partnerschaften: Foursquare, Electronic Frontier Foundation, reddit
Stripe: Die Zahlungsplattform für Entwickler

© Stripe

Stripe ist eine von Stripe. Zahlungsplattform für Entwickler.

Stripe ist eine einfache, entwicklerfreundliche Online-Zahlungsplattform für reguläre Websites sowie native Apps für iOS & Android OS. Stripe unterstützt mehrere Entwicklungssprachen, darunter Java, Ruby und Python und erfreut sich bei App-Entwicklern einer sehr hohen Beliebtheit.

"Stripe ist dabei, eine Zahlungsinfrastruktur für Webshops aufzubauen, und bemüht sich, das Abwickeln von Kreditkartentransaktionen für Unternehmen soeinfach wie nur möglich zu gestalten", sagt John Collison, Mitgründer und Präsident von Stripe. Derzeit unterstützt der Dienst nur Unternehmen in den USA und Kanada.

Eigenen Aussagen zufolge möchte das junge Startup bereits in naher Zukunft die eigenen Dienste um Zahlungen in Britischem Pfund und Euro erweitern, was möglicherweise auf eine geogra sche Expansion schließen lässt. Eine alternative Zahlungsplattform mit vergleichbarem Funktionsumfang, die auch deutsche Online- Händler sofort nutzen können, ist ein ebenfalls junges Startup namens Braintree.

Paynearme (zuvor KWEdit)

  • Kurzbeschreibung: neuartige Zahlungsplattform für Online-Käufe mit Bargeld
  • Geschäftsleitung: Danny Shader Finanzierungskapital: über 32 Millionen US-Dollar in vier Finanzierungsrunden Vorzeigekunden/Partnerschaften: 7-Eleven

Paynearme ist eine neuartige Zahlungsplattform in den USA zum Begleichen von Rechnungen online mit Bargeld. Der Dienst richtet sich an diejenigen, die über kein herkömmliches Bankkonto verfügen und keine Kreditkarte benutzen. Der Name Paynearme bedeutet soviel wie "Zahle in meiner Nähe".

Entsprechend unbürokratisch und einfach ist der Kaufvorgang. Der Online-Käufer wählt Paynearme als Zahlungsmethode und erhält einen Code, den er entweder ausdruckt oder auf einem mobilen Gerät mitnimmt. Im Besitz dieses Codes geht der Käufer dann zum Beispiel zu einem Fastfood-Restaurant der 7-Eleven-Kette in seiner Nähe und zahlt dort in bar. Der Kassierer scannt den Code vom Ausdruck oder vom Display des Mobilgeräts ein, bucht die Transaktion und händigt dem Kunden eine Zahlungsbestätigung aus. Benutzer von Paynearme können so ihre Online-Käufe oder auch Rechnungen für Strom ohne Bankkonto und Kreditkarte begleichen.

Für kleine und mittlere Unternehmen hat Paynearme im Vergleich zu Paypal zahlreiche Vorteile. Paynearme setzt sich dank der deutlich niedrigeren Gebühren von den Banken wohltuend ab. Die lokalen Geschäfte geben sich mit den niedrigen Gebühren gerne zufrieden, da sie dank zusätzlicher Besucherströme, die sie sonst niemals sehen würden, höhere Umsätze erwirtschaften können.

Paynearme unterscheidet sich von Paypal durch die unkomplizierte und schnelle Abwicklung von Transaktionen. Das System erreicht auch Online-Nutzer, die über kein Paypal-Konto verfügen.

Square

  • Kurzbeschreibung: eine revolutionäre mobile Zahlungsplattform für Mikrobeträge auf Basis eines kostenlosen Kartenlesegeräts; Square Register und Square Wallet für iOS und Android OS
  • Geschäftsleitung: Jack Dorsey (Mitbegründer und Geschäftsführer)
  • Finanzierungskapital: über 300 Millionen US-Dollar in vier Finanzierungsrunden; die aktuelle Bewertung des Unternehmens liegt bereits bei über einer Milliarde Dollar
  • Vorzeigekunden/Partnerschaften: Starbucks
Sarah Friar von Square

© Sarah Friar

Starbucks habe sich als ein Distributionskanal für das Kartenlesegerät sehr gut bewährt, so Sarah Friar von Square.

Square hat sich zum Ziel gesetzt, die technischen Hürden für den Einsatz von E-Commerce in Unternehmen zu senken. Die Strategie von Square basiert auf einem inzwischen schon legendären Kreditkartenleser für iPhone, iPad und Android-Geräte, den das Unternehmen unter anderem in 65.000 Starbucks- Cafes in den Vereinigten Staaten verschenkt.

Starbucks habe sich als ein Distributionskanal bewährt, sagt Sarah Friar, Finanzvorstand von Square. Sobald sich ein Jungunternehmer im Besitz eines Kartenlesegeräts befindet, sammelt Square detaillierte Nutzungsstatistiken und zieht diese bei der Entscheidungsfindung über den Aufbau einer langfristigen Geschäftsbeziehung heran.

Ein Kleinunternehmer im Besitz eines Durchzugslesers von Square, der an ein Smartphone oder Tablet angeschlossen ist, kann jederzeit auf der Stelle Kreditkarten akzeptieren. Die Transaktionsgebühr beträgt lediglich 2,75 Prozent und trägt zu der hohen Beliebtheit von Square insbesondere unter jungen Startups im Einzelhandel bei. Inzwischen kann Square auf ein Transaktionsvolumen in Höhe von 41 Millionen Dollar pro Tag (15 Milliarden pro Jahr) verweisen.

Ratepay GmbH

  • Kurzbeschreibung: Zahlungssystem zum Abwickeln von Kreditkartentransaktionen mit Unterstützung für Ratenzahlungen und den Kauf auf Rechnung ohne den Einsatz des Post-Ident-Verfahrens
  • Geschäftsleitung/Mitgründer: Miriam Wohlfarth (Mitgründerin und Geschäftsführerin), Alexis Giesen (Mitgründer), Michael Röbbecke (Mitgründer), Jesper Wahrendorf (Geschäftsführer)
  • Finanzierungskapital: keine Angaben Vorzeigekunden/Partnerschaften: Otto- Gruppe, Travel Overland
RatePay bietet größere Auswahl an Zahlungsarten an

© RatePay

Der Kunde ist König: Die Kaufabschlüsse erhöhen sich nachweislich bei einer größeren Auswahl an Zahlungsarten.

Die Berliner Ratepay GmbH bringt einen kundennahen Service und ein tiefgehendes Verständnis für die Besonderheiten des deutschsprachigen Wirtschaftsraums mit. Im Gegensatz zu der noch jungen Paypal-Tochter Billmelater Inc., die Ratenzahlungen derzeit ausschließlich in den USA bereitstellt, adressiert Ratepay GmbH auch deutsche Online-Händler.

Ratepay unterstützt sowohl klassische Ratenzahlungen als auch den Kauf auf Rechnung. Die Plattform bietet dem Käufer eine sichere Zahlungsmethode und sichert den Händler gegen das Risiko eines Zahlungsausfalls ab.

Miriam Wohlfarth, Mitgründerin und Geschäftsführerin der RatePay Gmbh

© Miriam Wohlfarth

Miriam Wohlfarth, Mitgründerin und Geschäftsführerin der Ratepay GmbH: "Eine niedrigere Absprungquote [dank der Möglichkeit, auf Rechnung oder in Raten zu zahlen - Anm. d. Red.] bedeutet höhere Verkaufszahlen für den Online-Händler.".

Möchte ein Kunde in einem Webshop auf Raten zahlen, so führt Ratepay online eine Risikoabschätzung durch, indem es sowohl die Identität des Antragstellers als auch seine Bonität prüft. Bewertungsund Prüfungsvorgänge sowie das gesamte Risikomanagement leistet das Unternehmen in Eigenregie; lediglich beim Debitorenmanagement kommen handverlesene externe Dienstleister zum Einsatz.

Während Billmelater bei der Kreditvergabe routinemäßig auf die aktuellen Bewertungsnoten der Bonität des Kunden (das so genannte "credit rating") zurückgreift, nimmt Ratepay GmbH die Risikoeinschätzung unter Verwendung eines hauseigenen Bewertungssystems in die eigenen Hände.

Das Risikomanagement scheint dem Unternehmen sehr gut zu gelingen. Der Verzicht auf das zeitraubende und umständliche Post-Ident-Verfahren erlaubt es in Kombination mit dem hauseigenen Bewertungssystem, vollautomatisch und in Echtzeit die Kreditwürdigkeit des Käufers verbindlich zu ermitteln.

Gleichzeitig schützt RatePay den Händler: Sollte der Käufer seine Rechnung nicht begleichen können, wird der Webshop für die Lieferung dennoch vollständig bezahlt. Es fällt lediglich eine kleine Gebühr von der Bank an, an die der Webshop seine Forderung veräußert. Das hauseigene Risikobewertungssystem stellt für die Berliner Ratepay GmbH einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar.

Billpay

  • Kurzbeschreibung: Zahlungssystem mit Unterstützung für den Kauf auf Rechnung, Lastschriftverfahren und Ratenkauf durch private (B2C) und gewerbliche (B2B) Kunden im DACH-Raum
  • Geschäftsleitung: Dr. Nelson Holzner (Mitgründer und Geschäftsführer), Christine Kiefer (Geschäftsführerin)
  • Finanzierungskapital: mehrere Millionen Euro unter anderem von Rocket Internet (dem Inkubator der Samwer-Brüder), Holtzbrinck, dem Investor Reinhold Zimmermann und der schwedischen Investment AB Kinnevik
  • Vorzeigekunden/Partnerschaften: Esprit, Runners Point, Yourfone.de

Die heutige Billpay GmbH wurde ursprünglich unter dem Namen Jade 968 GmbH von Nelson Holzner und Frank Biedka gegründet und geführt. Zu den tatkräftigen Unterstützern von Billpay.de zählt außerdem neben der Samwer- Brüder Alexander, Marc und Oliver auch Philipp Kreibohn, der zusammen mit Nelson Holzner und Frank Biedka für die weltweit operierende und renommierte Rechtsanwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer LLP tätig war.

BillPay, E-Payment für Deutschland, Österreich und die Schweiz

© BillPay

Billpay.de übernimmt das aufwändige Risiko- und Forderungsmanagement beim Online-Verkauf an private sowie gewerbliche Kunden in Deutschland, Österreich und in der Schweiz und schützt Online- Händler mit einer hundertprozentigen Zahlungsgarantie.

Billpay.de übernimmt das aufwändige Risiko- und Forderungsmanagement beim Online- Verkauf an private sowie gewerbliche Kunden in Deutschland, Österreich und in der Schweiz und schützt Online-Händler mit einer hundertprozentigen Zahlungsgarantie.

"Virtuelle" Kreditkartennummern für mehr Sicherheit

Inzwischen sind sogar einige konventionelle Banken aufgewacht. Als Reaktion auf das Wachstum innovativer Online-Zahlungssysteme haben einige der konventionellen US-Banken virtuelle Kreditkartennummern eingeführt. Der Bankkunde kann im Rahmen der bestehenden Kreditlinie selbst eine neue Webkreditkarte mit dem gewünschten Verfügungsrahmen und der gewünschten Gültigkeitsdauer direkt im Online- System des Kreditkartenanbieters erzeugen.

Eine solche Kreditkartennummer gilt typischerweise nur für Transaktionen mit einem bestimmten Online-Händler, um die Sicherheit weiter zu verbessern. Ein Hacker könnte diese Information nämlich schlecht erraten, und falls doch, wäre die Kreditkarte beim zweckfremden Einsatz ohnehin so gut wie unbrauchbar. Mit einer virtuellen Kreditkartennummer können Bankkunden Paypal mit Leichtigkeit umgehen.

Fazit

Wagemutige Jungunternehmer wie Miriam Wohlfarth, Alexis Giesen und Michael Röbbecke von Ratepay GmbH und Investoren wie die deutschen Samwer- Brüder Alexander, Marc und Oliver, die mit ihrem Inkubator Rocket Internet (rocket- internet.de) das Bezahlsystem Billpay ermöglicht haben, blasen dem deutschen und internationalen Online-Handel viel frischen Wind in die Segel.

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