Content-Management-Systeme

Die wichtigsten CMS-Grundlagen

Beim Content-Management geht es darum, Inhalte zu verwalten und für verschiedene Einsatzzwecke bereitzustellen.

Die wichtigsten CMS-Grundlagen

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Die wichtigsten CMS-Grundlagen

Hierzu gehören neben Texten auch Fotos, Grafiken, Video- oder Audiosequenzen. Der Content wird dabei medienneutral gespeichert und erst bei Bedarf im angefragten Format ausgeliefert. Inhalt und Layout sind dabei strikt voneinander getrennt. Dadurch können Anwender die Inhalte von Inter- oder Intranetauftritten frei pflegen, ohne die Darstellung negativ zu beeinflussen.

Ein wichtiger Aspekt ist die gemeinsame Bearbeitung: Die meisten Content-Management- Systeme sind in der Lage, Benutzerrechte und Rollen zu verwalten. Auf diese Weise lässt sich der Bewegungsradius einzelner Beteiligter bis ins Detail eingrenzen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn externe Dienstleister wie Autoren, Übersetzungsbüros oder Grafiker Inhalte verändern.

Mitunter werden CMS auch nach ihrem Einsatzzweck benannt. Redaktions-, Blog- oder Publishing-Systeme haben verschiedene Schwerpunkte, arbeiten aber nach den gleichen Prinzipien. Die meisten CMS basieren auf Skriptsprachen wie PHP, Perl, Python oder Java. Als Datenbank wird überwiegend my SQL eingesetzt.

Hier sehen Sie einen Überblick über aktuelle Content-Management-Systeme.

Einsatzgebiete von CMS

Content-Management-Systeme können flexibel für die unterschiedlichsten Szenarien eingesetzt werden und lassen sich mithilfe von Plug-ins (Erweiterungen) komfortabel anpassen. Die drei häufigsten Einsatzgebiete sind:

  • Web-Content-Management: Hier geht es vor allem darum, Inhalte gemeinsam zu bearbeiten und auf Websites zu veröffentlichen.
  • Blogsysteme: Blogs beinhalten zumeist kurze Artikel, die ausschließlich im Internet erscheinen. Da Blogs oft von Einzelpersonen gepflegt werden, ist die Software leicht zu bedienen. Ein wichtiger Aspekt ist die Interaktion mit den Lesern, etwa über Kommentare.
  • Social Media: CMS-Systeme eignen sich auch dafür, Foren zu betreiben und zu moderieren.

CMS-Checkliste

Ohne zuvor Projektziele, Einsatzzwecke und technische Anforderungen zu definieren, ist es ziemlich aussichtslos, unter den unzähligen CMS genau das richtige herauszupicken. Wenn jedoch die wichtigsten Punkte beachtet werden, stehen die Chancen gut, am Ende ein geeignetes Tool in Händen zu halten:

  • Achten Sie auf die technischen Rahmenbedingungen. Betriebssystem, Datenbanken und Skriptsprachen, die serverseitig bereitgestellt werden, sollten auch vom CMS unterstützt werden.
  • Etablierte Systeme verfügen über eine große Community und viele Plug-ins. Anwender profitieren auf diese Weise von einem besseren Support und mehr Flexibilität.
  • Stehen keine eigenen Kapazitäten zur Verfügung, sollte ein erfahrener Systempartner in regionaler Nähe vorhanden sein, der Wartung und Pflege des CMS übernimmt. Das ist längst nicht bei jedem System gegeben.
  • Ähnlich wie bei kaufmännischen Lösungen ist bei CMS ein Systemwechsel nicht vorgesehen. Wer viele "Assets" besitzt, sollte sich daher auch über das Thema Datenmigration Gedanken machen.
  • Lange Projektlaufzeiten fressen Ressourcen. Je schneller ein CMS ausgewählt ist, desto eher profitiert das Unternehmen von effizienten und optimierten Prozessen. Lange Produktlisten sind ebenso zu vermeiden wie zu große Entscheidungsgremien.
  • Die Anschaffungskosten machen nur einen Teil der Gesamtkosten aus. Schulungen, Integration, Implementierung, Wartung und Pflege kosten zusätzlich. Relevant sind daher die Gesamtkosten.
  • Jeder Softwarewechsel kostet Geld. Unterdimensionierte Systeme sind ebenso zu vermeiden wie zu große Lösungen. Bei der Entscheidung sollten künftige Bedürfnisse berücksichtigt werden.
  • Für CMS-Systeme gibt es unzählige Erweiterungen. Auch aufseiten der Anwender fallen die Wünsche mitunter sehr kleinteilig aus. Da ausufernde Anforderungslisten nicht zielführend sind, ist es empfehlenswert, sich zunächst auf die wesentlichen Punkte zu konzentrieren.
  • Die Vielfalt des CMS-Marktes zwingt zu radikalen Maßnahmen. Mehr als zwei Dutzend Kandidaten auf der Liste sind eher verwirrend. Das Angebot sollte bereits im Vorfeld anhand weniger Kriterien sondiert werden.
  • Referenzen aus der gleichen Branche geben einen Hinweis auf die Praxistauglichkeit eines Systems. Gleiches gilt für Anwenderauskünfte aus der Community.

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