Büro-Augen-Syndrom und Nackenschmerzen

Augen schonen am PC: Diese Tipps sollten Sie beachten

Wenn Ihre Augen nach langer Arbeit am PC-Monitor trocken sind, brennen und tränen – dann sprechen Mediziner vom Büro-Augen-Syndrom. Dazu schmerzt oft der Nacken. Mit ein paar einfachen Tricks machen Sie Ihre Augen wieder fit.

  1. Augen schonen am PC: Diese Tipps sollten Sie beachten
  2. 7 Tricks gegen schmerzende Augen und Nackenprobleme
Augen-Schmerzen im Büro - Arbeit am PC-Monitor (Symbolbild)

© sebra - fotolia.com

Augen-Schmerzen nach langer Arbeit im Büro: Mit den richtigen Tricks schonen Augen und Rücken.

Leiden Sie auch am Büro-Augen-Syndrom? Es tritt auf, wenn Ihre Augen längere Zeit direkt in eine helle Lichtquelle starren. Manchmal reichen schon zwei Stunden. Ihre Augen trocknen dann aus. Typische Symptome für das Büroaugen-Syndrom sind trockene, juckende oder brennende Augen, unscharfes Sehen, Augenmüdigkeit und erhöhte Lichtempfindlichkeit. Und weil die Augen früher oder später schlechter scharf stellen können, kommt es auch zu Rücken- und Nackenschmerzen, weil man sich immer mehr Richtung Bildschirm verkrampft.

Beim normalen Sehen schweift das Auge frei und entspannt umher. Es fokussiert sich nicht dauerhaft auf eine kleine Fläche. Bildschirmarbeit dagegen überfordert die Augen, der Lidschlag reduziert sich, der Tränenfilm wird nicht mehr häufig genug erneuert. Ist der Tränenfluss vermindert, raut sich im Extremfall die Hornhaut auf, was zu Sehstörungen führen kann.

Durch regelmäßiges Blinzeln wird die Tränenflüssigkeit gleichmäßig über das Auge verteilt. Sie enthält nicht nur Wasser, sondern auch viele Mineralstoffe für die Hornhaut und wirkt so dem Austrocknen entgegnen.

Augen sehen lieber Rot als Blau

Aber auch Farben können Augen schonen oder überlasten. Das von einem Gegenstand gespiegelte Licht fällt durch die Pupille auf die Netzhaut und trifft dort auf die Farbrezeptoren, die sogenannten Zapfen. Diese Zapfen reagieren, wenn Licht einer bestimmten Wellenlänge auf sie fällt.

Es gibt drei Typen: Der S-Zapfentyp absorbiert im blauen Bereich bis maximal 420 nm, der M-Typ im grünen Spektralbereich bis 534 nm und der L-Typ im gelben und roten Bereich bis 564 nm. Wichtig zu wissen: Der Rotzapfen erkennt zwar besonders gut Rot, ist aber am empfindlichsten im Bereich des gelben Lichts.

Die Zapfen in der Netzhaut werden entsprechend den in dem Licht enthaltenen Farbbestandteilen mehr oder weniger angeregt, und durch eine chemische Reaktion entsteht ein elektrischer Impuls, der zunächst in der Netzhaut verarbeitet und dann an das Gehirn weitergegeben wird.

Ist ein Gegenstand zum Beispiel gelb, werden durch das einfallende Licht im Auge rot-empfindliche Zapfen und grün-empfindliche Zapfen erregt, da beide auch für die Farbe Gelb zuständig sind. Schauen Sie auf die Farbe Orange, werden rot-empfindliche Zapfen mehr und grünempfindliche Zapfen weniger stark erregt.

Helligkeit und Kontrast

© Weka/ Archiv

So wirken Kontraste auf schwarzem und weißem Hintergrund. Richten Sie es sich so ein, dass Ihre Augen am wenigsten leiden.

Im Punkt des schärfsten Sehens befinden sich nur Rot- und Grünzapfen. Die Blauzapfen sind nur im äußeren Bereich der Netzhaut vorhanden. Da das Licht, das durch die Pupille fällt, aufgrund der Wellenlängen unterschiedlich stark gebrochen wird, kann das Auge eigentlich nur auf eine Farbe wirklich gut scharf stellen.

Kombinationen von Farben, deren Wellenlängen sehr unterschiedlich sind, werden daher als unangenehm empfunden: zum Beispiel Blau und Rot. Und das bedeutet Stress für die Augen.

PC-Arbeitsplatz augenschonend einrichten

Die folgenden Tipps sollten Sie beim Einrichten Ihres PC-Arbeitsplates beachten beim, um den Stress für Ihre Augen zu minimieren. Welche Verhaltens-Tipps und -Hinweise Sie beachten sollten, lesen Sie anschließend auf der nächsten Seite.

1. Kontrast in Windows anpassen

Ein guter Bildschirm verhindert schnelles Ermüden. Am besten geeignet sind Schwarz-Weiß-Monitore mit hoher Auflösung, weil Schwarz-Weiß-Sehen für die Augen nicht so anstrengend ist. Bunte Farben und wenig Kontrast strengen das Auge stärker an. Bei Windows 10 können Sie unter Einstellungen/Erleichterte Bedienung die Kontrasteinstellungen ändern.

2. Farbtemperatur des PC-Monitors anpassen

Wenn Sie auf einen Farbbildschirm nicht verzichten können, wählen Sie eine Farbgebung im gelb-grünen Bereich. Blaue Farben ermüden die Augen stärker. Durch Senkung der Farbtemperatur wird der Anteil an rötlichem Licht erhöht. Wenn Sie die Farbtemperatur des Monitors von 6.500 bis 7.000 K auf 5.000 K verringern, können Sie den Blaulichtanteil um 20 Prozent reduzieren.

Blickwinkel

© Weka/ Archiv

Richtig sitzen am PC: 60 bis 70 Zentimeter sind der ideale Abstand zu einem 21-Zoll-Bildschirm. Größere Monitore dürfen noch weiter weg stehen. Zudem sollten Sie den Kopf um 5 Grad neigen, um von schräg oben nach unten auf den Bildschirm zu schauen.

3. Auf hohe Auflösung achten

Ein großer Bildschirm schafft mehr Betrachtungs- und Arbeitsfläche, bietet eine feinere Auflösung und eine höhere Pixeldichte. QHD (Quad High Definition) liefert eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln. Viele Notebooks unterstützen QHD bereits.

Eine noch höhere Auflösung bietet UHD (Ultra High Definition)/4K. 4K verfügt über die vierfache Anzahl an Pixeln pro Inch gegenüber Full-HD und liefert etwa vierfache Detailtiefe und Klarheit im Vergleich zur Standardauflösung. Diese hohen Auflösungen ermöglichen eine überaus präzise Bearbeitung von Elementen auf dem Bildschirm. Darüber hinaus muss der Nutzer weniger scrollen und zoomen. Weniger Mausbewegungen reduzieren wiederum die Belastung der Arme und Hände.

4. Flackern durch gute Grafikkarte ausschließen

Sparen Sie nicht bei der Grafikkarte! Sie sollte eine flimmerfreie Darstellung bei hoher Auflösung bieten. Bei einem LCD/LED-Monitor wechseln die Pixel ihre Farbe. Sie "flackern" aber nicht 60- oder 120-mal pro Sekunde, sondern leuchten ständig. 120 Hertz sind somit zwar ein nettes Feature, weil das Bild insgesamt weicher wirkt als bei einem 60-Hertz-Bildschirm.

Wirkliche Vorteile hat das aber nur bei schnellen Bewegungen: Hier treten Unschärfeeffekte weniger häufig auf als mit 60 Hertz. Fürs Programmieren oder für Textverarbeitung tut es auch ein Monitor mit 60 Hertz. Für Spieleentwickler und VR-App-Entwickler darf es gern das Doppel-Hertz sein.

Welche 7 Verhaltens-Tricks Sie vor schmerzenden Augen und Nackenproblemen bewahren, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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