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4 All-in-One-PCs fürs Büro im Test

All-in-One-PCs sind schick und kompakt. Unsere vier Testgeräte mit Touchscreen sind nicht nur reine Büroarbeiter, sondern machen auch noch Spaß - ideal für alle Anwender, die den PC auch privat nutzen.

All-in-one-PCs

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All-in-one-PCs

Unser Test von All-in-One-PCs fürs Büro zeigt: Wer als Freiberufler oder Selbstständiger einen kompakten und sparsamen Büro-Rechner sucht, der auch privat und in der Freizeit genutzt werden soll, der sollte einen All-in-One-PC mit Touchscreen ins Auge fassen. Mit diesen PCs kann man nicht nur seine Büroarbeit erledigen, sie eignen sich auch für den privaten Medienkonsum und auch für Casual-Games. Und die können in Form von Windows-Apps mit Touch besonders Spaß machen.

Bei den getesteten All-in-One-PCs von Fujitsu und HP kann man das klappbare Display sogar wie ein riesiges Tablet nutzen, etwa zum Klavierspielen. Spezielle Business-Geräte sind für diesen Anwenderkreis nicht notwendig. Denn Eigenschaften wie etwa die vPro-Unterstützung für die Fernwartung bei den PCs von Dell und Fujitsu spielen nur in großen Firmen mit IT-Abteilung eine Rolle.

Schlank und viele Schnittstellen: Dell OptiPlex 9030

Der OptiPlex 9030 von Dell ist nicht einmal sechs Zentimeter dick und wartet trotzdem mit leistungsfähigen Komponenten hinter dem 23-Zoll-Display auf. Als Prozessor dient ein Intel Core i5-4590S mit vier Cores und 3 GHz Taktfrequenz. Im Turbo-Modus kann der Prozessor kurzfristig mit bis zu 3,7 GHz laufen. Das S in der Typenbezeichnung zeigt an, dass es sich um einen Core i5 mit 65 Watt TDP handelt. Das reduziert den Kühlaufwand in dem schlanken Gehäuse etwas. Trotzdem machte im Test der Lüfter im OptiPlex sogar bei Leerlauf des Rechners durch ein leises Rauschen auf sich aufmerksam. Die anderen Geräte im Test werden nur unter Last lauter.

Dell OptiPlex 9030

© Dell

Der Dell ist eher für die klassische Büroarbeit ausgelegt. Sein Display kann nur wenig geneigt werden, ist dafür aber in das Porträt-Format drehbar.

Der Core i5-4590S im Dell kann auf acht GByte Arbeitsspeicher zugreifen. Das sorgt für eine ordentliche Anwendungsperformance für gute 3421 Punkte im Systembenchmark PCMark 7. Als Massenspeicher ist beim OptiPlex eine 2,5-Zoll-HDD von Seagate mit 500 GByte Kapazität eingebaut. Ein Plus ist die umfangreiche Schnittstellenausstattung des Rechners mit nicht weniger als acht USB-Ports, HDMI-Eingang und AC-WLAN. Zudem ist bei ihm ein DVD-Brenner als optisches Laufwerk vorhanden. Der Full-HD-Touchscreen mit IPS-Panel lässt sich aber nur um wenige Grad neigen. Das macht Touch eher zur Nebenfunktion.

Dell OptiPlex 9030

© Dell

Kommunikationszentrale: Fujitsu Esprimo X923-T

Zunächst ist der Fujitsu Esprimo X923-T ein platzsparender All-in-One-PC mit 23-Zoll-Touchscreen für Business-Anwender. Das Full-HD-IPS-Display kann in vielfältiger Weise verstellt und in die Horizontale gebracht werden. Zum anderen kann der 1200-Euro-Rechner auch als vollwertiges Kommunikationssystem für Telefonie und Videokonferenzen genutzt werden.

Fujitsu Esprimo X923-T

© Fujitsu

Denn der Rechner beherrscht einen von Fujitsu entwickelten Low-Power-Active-Modus mit fünf Watt Leistungsaufnahme. In diesem Modus ist das Display abgeschaltet, und der Prozessor läuft mit minimaler Leistung, Windows bleibt aber aktiv. In diesem Modus kann der Esprimo mit Programmen wie Microsoft Lync oder Skype Telefonanrufe oder Videocalls entgegennehmen. Im S3-Modus geht das nicht.

Low Power Active Mode

© Hersteller

Die mechanisch abschaltbare Kamera ist nicht nur für Videotelefonie geeignet, sie enthält noch einen zusätzlichen Sensor, der registriert, ob ein Anwender vor dem Rechner sitzt. Ist das nicht der Fall, dann geht der Esprimo in einen Stromsparmodus. Kommt der Anwender zurück, wacht der PC automatisch auf. Die Rechnerkomponenten sitzen nicht hinter dem Display, sondern im Standfuß. Dort ist beim Testgerät als Prozessor ein Intel Core i5-4590T an der Arbeit. Dank der 128-Gbyte-SSD liefert der ebenfalls mit acht GByte RAM bestückte Esprimo die höchste Systemleistung im Testfeld: Wir messen 5312 Punkte im PCMark 7. Für das Speichern größerer Datenmengen ist aber eine externe Festplatte oder ein Netzwerkspeicher notwendig.

Fujitsu Esprimo X923-T

© Fujitsu

Ein Ultraschall-Sensor neben der Kamera überwacht beim Fujitsu Esprimo, ob ein Anwender vor dem Rechner sitzt. Nur dann ist der PC komplett aktiv.

Gelenkig und mit 27-Zoll-Touchscreen: HP Envy Recline 27

Genauso wie beim Fujitsu kann auch beim HP Envy Recline der 27-Zoll-Touchscreen durch zwei Gelenke im Standfuß in die Horizontale gebracht werden. Das 27-Zoll-Display ist das größte im Testfeld. Die Auflösung des IPS-Panels liegt aber ebenfalls bei 1920 x 1080 Bildpunkten. Der HP ist im Gegensatz zu den beiden Rechnern von Dell und Fujitsu kein ausgesprochenes Business-Gerät, liefert mit 3856 Punkten im PCMark 7 aber ebenfalls eine gute Systemleistung.

HP Envy Recline 27

© Hewlett-Packard

Als Prozessor dient ein Intel Core i3-4150T mit zwei Cores. Als Grafikkarte hat HP eine GeForce 830A eingebaut. Deren Leistung ist mit 6093 Zählern im 3DMark Cloud Gate aber nicht viel höher als die Performance der integrierten HD-4600-GPU in den Core-i5-Prozessoren. Sie reicht für ältere Desktop-Spiele aber aus. Die Seagate-Festplatte mit acht GByte Flash im Envy Recline fasst ein Terabyte.

HP Envy Recline 27

© Hewlett-Packard

Die Schnittstellen sitzen beim HP teilweise im Standfuß. So bleibt das verstellbare Display vor störenden Kabeln verschont.

Flimmerfrei und mit TV-Tuner: MSI Adora 24

Der MSI Adora 24 ist ebenfalls eher ein Consumer- als ein Business-Gerät. Das zeigt schon der DVB-T-Tuner in dem drei Zentimeter schlanken 24-Zöller. MSI hat sogar noch einen DVD-Brenner untergebracht. Die schnelle Festplatte fasst wie beim HP ein Terabyte. Mit seinem Intel Core i5-4210M und der integrierten HD-4600-Grafik kann der All-in-One von MSI aber genauso gut für Büroanwendungen genutzt werden, wir messen im PCMark 7 gute 3432 Punkte. 

MSI Adora 24

© MSI

Ein Pluspunkt für die Büroarbeit ist beim Adora das augenschonende Full-HD-Display, das durch eine spezielle Steuerung der Hintergrundbeleuchtung flimmerfrei ist. Für eine bessere Touch-Bedienung kann der MSI-Rechner um 45 Grad nach hinten geneigt werden.Da MSI mit dem Core i5-4210M einen Mobile-Prozessor mit zwei Kernen und Hyper-threading verwendet, ist die Rechenleistung niedriger als bei den All-in-Ones von Dell und Fujitsu mit ihren Desktop-Quad-Core-CPUs. Allerdings ist der MSI im Cinebench etwas schneller als der HP mit dem Core i3.

MSI Adora 24

© MSI

Beim MSI Adora 24 ist sogar ein TV-Tuner für DVB-T eingebaut. Die USB-3.0-Ports sitzen alle auf der Rückseite. Seitlich gibt es nur zwei USB-2.0-Schnittstellen.

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Fazit

Den klaren Testsieg erringt der Fujitsu Esprimo X923-T mit seinem raffinierten Power-Management und dem optimal verstellbaren und sogar teilentspiegeltem Touchscreen. Der Business-All-in-One ist zwar das kostspieligste Gerät im Test, liefert dafür aber mit seiner SSD die höchste Anwendungsperformance im Testfeld. Wer aber viele Daten speichern will, der kommt bei Fujitsu um eine zusätzliche USB-3.0-Festplatte oder einen Netzwerkspeicher nicht herum: Die SSD fasst nur 128 GByte.

Deutlich mehr Plattenplatz bieten die beiden Consumer-All-in-One-PCs von HP und MSI mit ihren Terabyte-Festplatten. Während der HP mit seinem 27-Zoll-Schwenkdisplay vor allem bei Touch-Anwendungen überzeugt, gefällt der MSI durch seine schlanke Bauform, das flimmerfreie Display und die gute Ausstattung. Wenn eher die Büroarbeit als die Touchbedienung im Fokus liegt, dann kommt der Dell OptiPlex mit seiner schnellen CPU ins Spiel.

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